27.08.2018 - 14:43 Uhr
MoosbachOberpfalz

"Fest des ländlichen Raums"

Die 5. Bayerische Landestierschau des Fleischrinderverbands Bayern endet mit einem Finale in echter Feststimmung. Die einmalige Schönheit der Tiere beeindruckt die Besucher.

Blick auf den Ring mit den Rindern und den Besuchern.
von Walter BeyerleinProfil

Der Ring auf dem Ausstellungsgelände war Sonntagnachmittag von den Besuchern oftmals in Dreierreihen stehend dicht umsäumt, im Ring selbst standen in Gruppen die 16 Rinderrassen bereit zur Siegerehrung durch Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.

Fleischrinderverband-Chefin Erika Sauer informierte die Zuschauer erfuhren, dass sich der Verband ausschließlich mit der Erzeugung von Fleisch befasst, ausschließlich extensiv auf der Weide im Herdenverband, und das alles mit 24 Rassen. Damit leiste die Organisation mit seinen Mitgliedern einen Beitrag den Strukturwandel in der Landwirtschaft etwas abzufedern, sagte Sauer.

Anlässlich des Besuchs von Füracker am Nachmittag freute sich die Vorsitzende über die hervorragende Besucherresonanz, die das Zeichen der Wertschätzung der Fleischrinderzüchter sei. Der Dank Sauers galt Bürgermeister Hermann Ach für die umfassende Unterstützung seitens der Marktgemeinde.

Der Rathauschef sprach von einem überwältigenden Ansturm an Gästen. Er erinnerte daran, dass die Idee zur Abhaltung der Landestierschau beim Heimatfest 2017 geboren wurde. Der Erfolg der Veranstaltung zeige erneut, dass das gesellschaftliche Miteinander im Ort funktioniere, weil sich eine Vielzahl von Vereinen wieder engagiert hätten.

Füracker nannte die Landestierschau ein "Fest des ländlichen Raums". In seiner recht launigen Rede nannte der Minister Sauer eine "Schau" wie die Landestierschau selbst. Als ehemaliger Vollerwerbslandwirt sei er gerne zur Ausstellung gekommen, sagte Füracker. Sich der Tierzucht zu verschreiben, sei eine Herausforderung, weil sie an jedem Tag des Jahres den vollen Einsatz des Landwirts verlange, betonte der Sprecher. Zuchterfolge haben zu wollen, erfordere zusätzlich noch großes Fingerspitzengefühl.

Das Moosbacher Fest zeige den Menschen im Besonderen, dass die Landwirtschaft in der Gesellschaft eine große Rolle spiele, zu der sich jeder Politiker in Bayern bekennen müsse. "Es geht nicht nur um den ländlichen Raum, dass alle Menschen zu essen haben, auch wenn's mal ein halbes fast nicht regnet." Der Minister versicherte, dass der Freistaat zu den Landwirten stehe und für deren Zukunft sorge. "Sie bereichern die Landschaft", sagte Füracker in Richtung der Züchter, die auf sonst für die Landwirtschaft nicht mehr genutzten Fläche ihre Tiere weiden lassen und damit Landschaftspflege betreiben.

Ein weiteres Thema brannte ihm wie schon Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber am Vormitagg (wir berichteten) unter den Nägeln: "Bayern ist kein Wolf-Erwartungsland. "Die Weidehaltung brauche ich, den Wolf nicht." Diese Aussagen Fürackers wurden mit starkem Beifall aufgenommen. Im Anschluss ehrte er die erfolgreichen Züchter mit Plaketten und Medaillen. Die Liste mit allen Ergebnissen ist auf der Homepage des Verbands abrufbar. www.fvb-bayern.de

Vorsitzende Erika Sauer, Ministerialrat Maximilian Putz und Bürgermeister Hermann Ach freuen sich über die positiven Aussagen von Finanz- und Heimatminister Albert Füracker zur Weidehaltung der Fleischrinderzüchter und zum Thema Wolf.

Erika Sauer überreicht Finanz- und Heimatminister Albert Füracker zur Erinnerung ein Bild von der Landestierschau.

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