20.04.2020 - 12:47 Uhr
MoosbachOberpfalz

Hermann Ach verabschiedet sich als Moosbacher Bürgermeister

Mit Wehmut und einer sehr emotionalen Rede nahm Bürgermeister Hermann Ach in seiner letzten Marktratssitzung Abschied. Der Politik und dem Marktgemeinderat will er aber verbunden bleiben.

Moosbachs Bürgermeister Hermann Ach bei seiner von Wehmut und Emotionen begleiteten Abschiedsrede im Marktgemeinderat.
von Peter GarreissProfil

Er verabschiedete sich nach insgesamt 163 Marktratssitzungen mit 2836 gefassten Beschlüssen als Sitzungsleiter. "Glaubt es mir, da schwingt eine leise und je näher der letzte Tag naht, auch eine stärker werdende Wehmut mit, denn so leicht legt man ein Ehrenamt wie dieses, das ich mit Herzblut, Freude und Leidenschaft ausüben durfte, nicht ab", sagte Ach. Vieles habe da immer wieder zurückstehen müssen, "insbesondere waren dies meine Frau Wilma und mein Sohn Sebastian aber auch meine Eltern, Verwandten und Bekannten sowie meine Freunde". Deshalb danke Ach allen, die es "in dieser Zeit ehrlich mit mir gemeint haben und die diese zwölf Jahre mit mir und all den Einschränkungen durchgemacht haben und mir trotz alledem treue, aufrichtige und verlässliche Freunde geblieben sind." Er habe sich damals 2008 zur Wahl gestellt, weil er in seiner Heimat etwas bewegen und auf die künftige Entwicklung Einfluss nehmen wollte. "Ich bin froh, heute, an meinem letzten Sitzungstag sagen zu können, dass es während meiner Amtszeit gelungen ist, in der Marktgemeinde Moosbach wichtige Weichen in die richtige Richtung zu stellen." Ach erinnerte an großartige Vereinsfeste, das BR3-Dorffest 2016, das Heimatfest 2017, sehr viele engagierte Bürger, Festdamen und Festburschen, an glückliche Entscheidungen in Bezug auf Bau- und Gewerbegebiete, Wasserver- und Abwasserentsorgung, eine erfolgreiche Haushaltskonsolidierung, im Bereich der Dorferneuerung an die vielen Projekte die auf den Weg gebracht wurden, so manche Dorf- und Bürgerversammlung, die fruchtbringende Zusammenarbeit mit den Vereinen aber vor allem auch zwischen Weltlicher- und Kirchengemeinde. Er dankte außerdem den Mitarbeitern der Verwaltung.

"Natürlich gab es aber demnach auch Zeiten, in denen man glaubte der Fußabstreifer für so manche Person zu sein. Ja, es gab auch einige Momente tiefgreifender persönlicher Enttäuschungen. So musste ich am eigenen Leib erfahren, wie der wahre christliche Glaube schwindet und der Verlust christlicher Werte bei so manchem Zeitgenossen Einzug hält", sagte Ach. An seinen Nachfolger Armin Bulenda gewandt sagte er: "Glücklicherweise überwiegen in einem Amt des Bürgermeisters jedoch bei weitem die Glücksmomente, so dass auch ich auf eine insgesamt sehr schöne und bewegende Zeit zurückblicken kann."

Auch den Marktgemeinderäten, möchte ich abschließend danken. Sie haben meine Amtszeiten manchmal mit Widerspruch, aber oft auch mit Zuspruch begleitet. Ich war immer froh, dass es in der Marktgemeinde Moosbach möglich ist, trotz unterschiedlichster Ansichten und Meinungen dennoch über Parteigrenzen hinweg zu guten Lösungen zu gelangen oder einen für alle Beteiligten annehmbaren Kompromiss zu finden.

Nun freue sich Ach "auf meine neue Lebensphase, den neuen Wirkungskreis in meiner Familie, der sicher gut gefüllt sein wird, meinem Beruf aber auch in meinen Hobbys. Der Politik und auch dem Marktgemeinderat bleibe ich natürlich durch mein Mandat weiterhin verbunden.“

Marktrat Josef Schafbauer stellte fest, dass der scheidende Bürgermeister sehr viel geschaffen habe. Besonders freute er sich, dass Ach die Patenschaften mit Moosbach in Österreich, mit Cunersdorf in Sachsen und mit der Bundeswehr förderte.

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