17.11.2019 - 15:34 Uhr
MoosbachOberpfalz

Johann Neuber zu Grabe getragen

Eine große Trauergemeinde nimmt Abschied von Johann Neuber. Er war über Jahrzehnte Kreisrat, Gemeinderat und zweiter Bürgermeister.

Johann Neuber verstarb mit 79 Jahren. Archivbild: gi
von Peter GarreissProfil

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde der am Dienstag im Alter von 79 Jahren verstorbene Johann Neuber zu Grabe getragen. Der Verstorbene wurde am 12. November 1940 in Moosbach geboren. Sein Vater fiel im Krieg, als er ein dreiviertel Jahr alt war. Nach der Schulzeit begann er die Beamtenlaufbahn beim Finanzamt in Weiden und war dann Betriebsprüfer. 1975 heiratete er Elfriede Piehler. Seine große Freude waren seinen beiden Enkel.

Der Verstorbene liebte seinen Beruf. Er blieb dabei immer seiner Linie treu. Er war ein Mann mit Charakter. Der pensionierte Finanzbeamte war 24 Jahre als Kreisrat in Neustadt/WN, 36 Jahre als Gemeinderat und 24 Jahre als zweiter Bürgermeister in Moosbach ehrenamtlich tätig. Immer setzte er sich für das Gemeinwohl ein.

Zahlreiche Kommunalpolitiker waren beim Requiem mit Geistlichen Rat Josef Most in der Pfarrkirche Moosbach anwesend. Pfarrer Most tröstete die Ehefrau Elfriede und die Tochter Melanie mit Familie sowie die weiteren Angehörigen. Er wies darauf hin, dass der Verstorbene für seine Familie und seine Heimat gelebt hat. Für die musikalische Umrahmung des Trauergottesdiensts sorgten die Bläser unter Leitung von Franz Sturm, der Kirchenchor sowie Organist und Musiklehrer Johann Karl.

Bürgermeister Hermann Ach dankte dem Verstorbenen im Namen der Bevölkerung des Marktes Moosbach und der anwesenden früheren und aktuellen Gemeinderäte für seine Tätigkeit zum Wohle der Bürger. In einer nicht einfachen Zeit habe der Verstorbene den Markt Moosbach mitgeprägt. Mit fachlicher Kompetenz, einer überaus großen Loyalität sowie einem großen Erfahrungsschatz stellte er die Weichen der Kommune maßgeblich mit. Mit Weitblick vertrat er die Interessen der Bürger.

In die Amtszeit Neubers fielen viele schwierige und weitreichende Entscheidungen. Es wurden Baugebiete ausgewiesen, der Marktplatz umgestaltet, das Hallenbad gebaut, das Wasserprojekt durchgeführt, das neue Rathaus gebaut und das Schloss Burgtreswitz gekauft. Neuber gehörte zur Jungen Union und zur CSU Moosbach. Er brachte es bis zum JU-Kreisvorsitzenden im Altlandkreis Vohenstrauß. 54 Jahre war er Mitglied im CSU-Ortsverband Moosbach. Mit vielen Ehrungen wurde dem Verstorbenen für seine Arbeit gedankt.

Stellvertretender Landrat Albert Nickl nahm für den Landkreis Neustadt Abschied von einem verdienten Kreispolitiker. „Wir verlieren einen allseits geschätzten Kollegen und eine anerkannte Persönlichkeit.“ Das Mitgefühl galt seiner Ehefrau Elfriede mit Tochter und Familie und allen Angehörigen. Nickl habe den Verstorbenen in den 80-er Jahren kennen und schätzen gelernt, als Finanzfachmann, hilfsbereiten und sehr engagierten und versierten Kreisrat. „Der Hans war ein kompetenter Kommunalpolitiker und erfahrener Hase, der eine gewisse Ruhe ausstrahlte und von dem so mancher junger Spund viel lernen konnte“, erinnerte sich Nickl. Er bezeichnete ihn fleißig, akkurat, und pflichtbewusst.

Auch Baudirektor Georg Braunreuther vom Amt für Ländliche Entwicklung Tirschenreuth würdigte die Arbeit des Verstorbenen beim Dorferneuerungsverfahren Moosbach II. Seit 1991 gehörte Neuber der Vorstandschaft an und war der erste Ansprechpartner. Mit großem Engagement trat er für die Belange Moosbachs ein. Sein Wirken war immer für die Gemeinschaft geprägt. Für die Dorferneuerung war er stets ein ausgleichender Berater und sehr geschätzter Mensch in ruhiger und souveräner Art. „Er ging einfach auf die Menschen zu“, bescheinigte ihn Braunreuther.

65 Jahre lang war der Verstorbene Mitglied im Waldverein Moosbach. 2. Vorsitzender Peter Franz sprach von einer Mitgliedschaft, die bereits im Alter von 15 Jahren begann. Damals gehörte der Verstorbene der Volkstanzgruppe an. Johann Neuber zeichnete besonders die ruhige Art und die Liebe zur Natur aus. In seiner Tätigkeit als Markt- und Kreisrat hatte er immer ein offenes Ohr für die Vereine.

61 Jahre lang gehörte der Verstorbene der Feuerwehr Moosbach an. Vorsitzender Josef Hierold junior war mit einer größeren Delegation zur Beerdigung erschienen. Er sprach Neuber den Dank der Wehr aus. Sämtliche Prüfungen bis hinauf zum Leistungsgruppe „Gold-Rot" habe Neuber absolviert. Immer handelte der Verstorbene korrekt. Auch beim Neubau des Gerätehauses leistete er seinen Beitrag. Viele verstorbene Kameraden begleitete Neuber auf ihren letzten Weg.

Nach dem Requiem spielte die Blasmusik die Trauergemeinde zum Friedhof. Dort beteten Pfarrer Most mit den Angehörigen und den Anwesenden für den Verstorbenen. Zum Abschied sang der Kirchenchor und spielte die Blasmusik.

Johann Neuber wurde zu Grabe getragen.
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