11.01.2021 - 12:44 Uhr
MoosbachOberpfalz

Kleinste Kapelle der Pfarrei Moosbach in Vergessenheit geraten

Die kleine Kapelle zwischen Tröbes und Gaisheim ist in Vergessenheit geraten.
von Peter GarreissProfil

Die „Kapelle ohne Namen und ohne Freunde“, könnte man das kleine Kirchlein bei Tröbes, etwas abseits der Staatsstraße von Moosbach nach Oberviechtach, bezeichnen. Durch den Ausbau der Straße vor 30 Jahren ist sie aus dem Blickfeld der Vorbeifahrenden verschwunden. Früher konnte das Kirchlein von der Straße aus eingesehen werden. Heute liegt es nicht mehr an der befahrenen Straße, sondern an einem Feldweg, der als Sackgasse endet. Es ist ruhig geworden um diese kleinste Kapelle der Pfarrei, in der nur zwei Personen Platz haben.

Andachten darin sind nicht mehr möglich, denn der Dreck und der Schmutz haben von der Kapelle Besitz ergriffen. Kein Wunder, denn es fehlt die Eingangstüre, das Mobiliar und selbst das kleine Kreuz über dem Eingang ist mittlerweile verschwunden. Nichts mehr erinnert den vorbeiziehenden Wanderer, dass hier früher ein Gotteshaus stand. Niemand weiß mehr, wann und aus welchem Anlass das Gebäude errichtet worden ist.

Die Alten vermuten, dass es schon einige Hundert Jahre stehen soll. Es soll von den „Tröbeser Wongersleuten“ (Dobmeier) gebaut worden sein. Deshalb spricht auch der Volksmund von der „Wongerkapelle“. Angeblich soll alles auf ein Gelöbnis zurückgehen. Früher gingen die Gläubigen aus dem Raum Tröbes bei den Flurprozessionen an der kleinen Kapelle vorbei. Seit dem Neubau der Staatsstraße wird auch dieser alte Brauch nicht mehr durchgeführt, denn das wäre auf der vielbefahrenen Straße viel zu gefährlich. Wie viele Menschen werden in dem Kirchlein schon Schutz und Hilfe gefunden haben? Wenn nicht bald etwas geschieht, wird die kleine Kapelle nicht mehr lange stehen.

Die kleine Kapelle zwischen Tröbes und Gaisheim ist in Vergessenheit geraden.

 

 

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