01.10.2020 - 10:32 Uhr
MoosbachOberpfalz

Kompromiss beim Straßenbau in Ragenwies

Die Bürger wollen von einer Ausbaumaßnahme auch im Ort profitieren. Das ist zwar nicht vorgesehen, es zeichnet sich aber eine Lösung ab.

Die Bewohner von Ragenwies diskutieren mit dem Bauausschuss und Bürgermeister Armin Bulenda (Siebter von links) den Ortsstraßenbau in ihrem Dorf und finden einen Kompromiss.
von Peter GarreissProfil

Zur Sitzung traf sich der Bau- und Umweltausschusses Moosbach um Bürgermeister Armin Bulenda in Ragenwies. Dort wurde gerade mit einer 1,7 Millionen Euro teuren Straßenbaumaßnahme begonnen. Es wird das Teilstück der Strecke von Saubersrieth bis Ortseinfahrt Ragenwies und das Teilstück von Ragenwies bis zur Gemeindegrenze Eslarn ausgebaut. Für den Ort ist keine wesentliche Verbesserung der Innerortsstraße vorgesehen.

Auch Wassernetz müsste erneuert werden

Die Ragenwieser, die an der Besprechung teilnahmen, wollen aber, dass die Durchgangsstraße ebenfalls ausgebaut wird. "Geht nicht", sagten die Bauausschussmitglieder, denn vor einem Straßenbau müsste auch das Wassernetz von Ragenwies erneuert werden. Sie hielten den Dorfbewohnern vor, dass sie bei den Dorfversammlungen 2019, als es um das Wassergroßprojekt und damit die Erneuerung des Wasserortsnetzes Ragenwies ging, ihr Veto einlegten und die Ortsnetzerneuerung nicht wollten. Nun sei es zu spät, denn die Förderanträge für die Wasserversorgung liegen ohne die Wasserleitung Ragenwies bereits beim Ministerium.

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Nach Besichtigung der Innerortsstraßen wurde aber folgender Kompromiss zwischen den Bürgern und dem Markt Moosbach erzielt: Die Teerstraßen des gesamten Dorfs werden bis zum Anwesen von Peter Süß abgefräst und mit einer Asphaltdeckschicht versehen. Im Anschluss an die Kreuzung (Abzweigung Tröbes) werden rund 80 Meter in Richtung Saubersrieth ebenfalls mit einer Asphaltdeckschicht verbessert. Die Verwaltung wurde angewiesen, Angebote dafür einzuholen.

Biotop verlegt

Keine Einwendungen hatte der Bauausschuss gegen die Errichtung von drei Ferienwohneinheiten auf in Moosbach in Nähe des Ortsausgangs nach Gröbenstädt. Ebenfalls nichts einzuwenden hatte das Gremium gegen die Verlegung eines Biotops bei Böhmischbruck in die Gemarkung Etzgersrieth. Beim Ausbau der Kreisstraße von Böhmischbruck nach Etzgersrieth musste das 3620 Quadratmeter große Biotop (Mager-/Trockenrasen) um einige Meter verlegt werden, weil es für den Straßenbau gebraucht wurde. Fritz Steinhilber fragte: „Wie kann man ein Biotop überhaupt verlegen?“ - aber niemand wusste die Antwort.

Nicht so richtig Freude kam auf, als es erneut um die Erneuerung der Fassade der Aula der Trautwein-Grundschule ging. Vor einigen Wochen fand der Entwurf nicht die Zustimmung im Ausschuss. Im neuen Entwurf werden aus drei großen Fenstern und zwei Türen nun plötzlich sechs kleine Fenster mit Oberlichte aber ohne Wärmeschutzverglasung (2 mal 1,40 Meter) und eine Tür (2,77 mal 1,80 Meter). Sandro Stefinger war auch mit dem zweiten Entwurf nicht zufrieden. „Der ganze Aula-Charakter“ der Pausenhalle gehe verloren, meinte er. Bei größeren Fenstern sah Johann Schnupfhagn heizungstechnische Probleme. Karl Liebl junior schlug vor, die Zahl der Fenster zu verringern und dafür daraus drei Doppelfenster zu machen. Stefinger warnte vor Problemen der Zulieferer bei größeren Veranstaltungen in der Turnhalle bei solch einer kleinen neuen Zugangstür. Auch die Treppe vor der Tür hielt er für zu schmal. Trotz der Bedenken beschloss das Gremium einstimmig, die Fassade im Aula-Bereich wie im zweiten Entwurf dargestellt umzuändern und auf eine Wärmeschutzverglasung zu verzichten.

Die Bewohner von Ragenwies diskutieren mit dem Bauausschuss sowie Bürgermeister Armin Bulenda den Ortsstraßenbau in ihrem Dorf und finden einen Kompromiss.
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