Der bis April amtierende Gemeinderat hatte die künstlerische Gestaltung für den Umbau des Moosbacher Kurparks öffentlich ausgeschrieben. Den Zuschlag bekam der Bildhauer Christian Hiller aus Fensterbach.
Schon vor rund 30 Jahren hatte ein Steinhauer aus dem Fichtelgebirge im Park Kunstwerke installiert, die aber nun beseitigt werden sollen.
In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte der Künstler nun in Anwesenheit des Landschaftsarchitekten Siegfried Lösch aus Amberg seine Modelle vor. Sie sollen die Bereiche Sonnenuhr, Wildgehege und Kneippanlage bereichern.
Eine Skulpturengruppe heißt "Sonnentänzer". Sie ist um die drei Meter groß und aus Robinienholz. Jede Skulptur zeige sich in einer anderen Bewegungsposition. In der Nähe des Wildgeheges soll ein Meditationsraum in Form eines begehbaren Nestes entstehen. In der Mitte des Nestes befinden sich zwei gegenüberliegende Liegen, eingefasst in ein nestartiges Gebilde aus Robinienstämmen. Der Boden soll mit Hackschnitzeln ausgelegt werden.
Bei der Kneippanlage soll das dritte Kunstwerk entstehen. Es handelt sich um ein Armkneippbecken mit Granitsockel auf dem ein massiver Eichentisch mit einem Edelstahlbecken zum Armkneippen steht. Bürgermeister Armin Bulenda ergänzte, dass beim Meditationsraum nur Bio-Material verwendet wird.
Nach der Vorstellung kam kein Beifall für den Künstler auf, denn die Ideen stammen noch vom alten Gemeinderat. Aber die Fragen häuften sich. Sandro Stefinger hielt die für die Meditation vorgesehene Fläche im feuchtschattigen Milieu für zu glatt und rutschig. "Und warum soll das 100 Jahre alte Granitarmbecken durch ein Edelstahlbecken ersetzt werden?"
Bulenda befürchtet, dass die Kunstwerke den Bauhof im Unterhalt belasten. Helmut Meindl hat Angst, dass das Meditationsnest nur zwei bis drei Jahre halten werde und dann umfalle. Der Künstler gab dem eine Haltbarkeit von 30 bis 50 Jahren, wenn keine Fäulnis entstehe.
Erhard Scheuerer sprach von "wunderbaren Sachen" hat aber Probleme mit der Unfallsicherheit. Das war das Stichwort für Josef Hierold junior, die Haftung anzusprechen. Ulrike Guttenberger will das Meditationsnest mit einer Yogagruppe nutzen. Architekt Lösch hielt den Platz aber für zu eng. Das Gremium hatte keine wesentlichen Änderungswünsche. So wurde mit dem Künstler vereinbart, dass die Kunstwerke in den Wintermonaten hergestellt werden sollen.
Der Gemeinderat machte in der Sitzung auch den Weg für den Breitbandanschluss der Grundschule und des Rathauses frei. Beide Anwesen erhalten einen Glasfaseranschluss. Bei der Grundschule liegen die Kosten bei 71625 Euro, beim Rathaus bei 50780 Euro. Für jedes Objekt gibt es 50000 Euro Förderung. Hermann Ach erinnerte erneut an die Bekanntgabe der Quellschüttungen der Wasserversorgungsanlagen Moosbach. Claus Prießnitz sprach den schlechten Zustand des Buswartehäuschen in Rückersrieth an. Bulenda regt eine Besichtigung mit dem Bauausschuss an.



















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