23.10.2020 - 11:27 Uhr
MoosbachOberpfalz

Moosbach: Anbindung an den Bocklradweg rückt näher

Nach acht Jahren Verhandlungen rückt die Anbindung an den Bocklradweg für Moosbach in greifbare Nähe. Möglicher Wermutstropfen: Der Markt muss vorfinanzieren.

Die Wanderer und Radfahrer aus Moosbach können künftig gefahrlos unter der Autobahnbrücke den Bockl-Radweg erreichen.
von Peter GarreissProfil

Erfreuliches konnte Bürgermeister Armin Bulenda in der Sitzung des Gemeinderates berichten. Die Anbindung an den Bocklradweg bei Lohma rückt näher. Erneute Gespräche mit dem Staatlichen Bauamt Amberg Sulzbach haben ergeben, das entlang der Staatsstraße von Moosbach nach Pleystein der Staat einen Geh- und Radweg zum Bocklradweg in Lohma anlegen will.

Nach acht Jahren Verhandlungen stehe man nun endlich vor der Lösung dieses Problems. Ständig werde er als Gemeindeoberhaupt bei Urlauberehrungen von den Gästen danach gefragt. Nun könne er ihnen erfreuliches berichten.

Bei der Baumaßnahme, die letztlich der Freistaat Bayern bezahle, gebe es allerdings einige Wermutstropfen. Damit schnellstens begonnen werden kann, muss sich der Markt Moosbach möglicherweise zur Vorfinanzierung des vier Kilometer langen Geh- und Radweges verpflichten.

„Es wird schon einige Jahre dauern, bis wir unser Geld wieder sehen“, warnte der Rathauschef. "Aber im Hinblick auf den Tourismus und unsere Bevölkerung müssen wir jetzt endlich weiterkommen", bat Bulenda die Räte mitzumachen. Ein zweites Problem sah das Gemeindeoberhaupt in der Planung der Trasse mit ihren Grundstücksproblemen.

Nach zahlreichen Gesprächen mit Eigentümern schlug Armin Bulenda den Räten die Route von Moosbach nach Gröbenstädt bis zum Anwesen Lang vor. Dort geht's weiter nach links und in nördlicher Richtung fast parallel zur Staatsstraße bis zur Ortschaft Gröbenstädt-Siedlung. Die Straße wird in Höhe des Anwesens Knoblach überquert.

Dann verläuft die Trasse weiter über die Holzbrücke beim Sperlweiher und entlang der Staatsstraße mit Querung auf Höhe des Gewerbegebietes Hammermühle und weiter entlang des Gewerbegebietes zur Unterführung der Autobahnbrücke am Zottbach und Anschluss an den bestehenden Bocklradweg in Lohma-Siedlung. Der Radfahrer muss also nicht mehr über die Autobahnbrücke und den Kreisverkehr fahren, um zum Geh- und Radweg zu gelangen.

Der Bürgermeister räumte ein, dass es landschaftlich schönere und ungefährlichere Trassen gebe, die aber noch schwieriger zu realisieren seien. Gemeinderat Scheuerer hakte ein und schlug die Trasse entlang des Anwesens Strehberg vor. Hier handle sich um Privatgrund erklärte Bulenda und auch die Überquerung der Holzbrücke über die Pfreimd und Weiterführung über die Staatsstraße sei nicht optimal. Dies sah Scheuerer ein und meinte „trotz aller Wenn und Aber müssen wir es anpacken“. Auch für den 3. Bürgermeister Helmut Meindl war klar „es müsse jetzt endlich mal vorangehen“.

Ökomodellregion des Naturparks

Projektmanagerin Cornelia Striegl aus Tännesberg stellte anschließend dem Gremium die Ökomodellregion Naturparkland Oberpfälzer Wald sowie die bereits durchgeführten und noch geplanten Projekte vor. Als aktuelle Ziele nannte sie die bioregionale Versorgung in den Kommunen sowie die umweltfreundliche Beschaffung (zum Beispiel Blauer Engel beim Papier) und das Pflegemanagement für öffentliche Grünflächen. Sie schlug dafür Schulungen für das Bauhofpersonal vor.

Bauboom im Markt Moosbach

Moosbach

Außerdem sollten die Kommunen beschließen, bei Beschaffungen mindestens 10 bis 20 Prozent der Produkte auf Bio zu setzen. Dazu könnte der Gemeinderat die Schule und Verwaltung anweisen. Das könnten Bio-Brotboxen bei Schülern der ersten Klasse sein, Bio-Streuobstaktionen, Biozertifizierungen der kommunalen Streuobstflächen, die Ernte von Bio-Obst und Verarbeitung in der Mosterei Bernhard. Auch Projekte wie der Geschenkkorb mit bio-regionalen Produkten für besondere Anlässe lagen ihr am Herzen. "Unser großes Ziel müsse die Steigerung der regionalen Wertschöpfung sein", sagte sie.

Sie träumte auch von einer Zukunft mit Online-Shops, von Koch-Workshops, einem Bio-Bauernstammtisch aus den Regionen Stiftland, Steinwald und Oberpfalz. Ulrike Guttenberger schlug vor, auch die Imker mit ins Boot zu nehmen.

Nach dem Gewerbegebiet Hammermühle geht es auf diesem Weg unter die Autobahnbrücke.
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