"In Freude und Dankbarkeit dürfen wir das Patrozinium zu Ehren der Heiligen Petrus und Paulus feiern. Noch dazu bei so schönem Wetter im Freien, wo jeder schön und frei atmen kann. Dazu die Blasmusik, es ist fast wie früher", sagte Pfarrer Udo Klösel.
Auf dem Kirchplatz war ein Altar aufgebaut. Klösel hielt mit Diakon Herbert Sturm den Festgottesdienst. Neun Fahnenabordnungen standen an der Seite. Die Moosbacher Blasmusik unter Leitung von Franz Sturm gestaltete die Feier glanzvoll mit. Bänke und Stühle waren für die Besucher aufgestellt.
Die Lesungen und die Fürbitten trug PGR-Sprecherin Elisabeth Völkl und das Evangelium Diakon Sturm vor. Dabei ging es jeweils um die beiden Apostelfürsten. Auf verschiedene Weise lebten sie für Gott und die eine Kirche, führte der Geistliche aus. "So unterschiedlich wir sein mögen, sind wir gerufen der Gemeinschaft der Glaubenden ein Gesicht zu geben. Wenn wir Petrus und Paulus ehren, dürfen wir wieder anfangen Kirche, Gemeinde, Pfarrgemeinde zu sein. Wir dürfen das dankbar feiern im Schatten der Pfarrkirche, da mit der Innenrenovierung nach der Firmung gestartet werden kann. Christus hat uns gerufen, wie lebendige Steine, Gefüge der Kirche sein", sagte der Geistliche. Menschlich gesehen waren laut Klösel Petrus und Paulus keine herausragenden Persönlichkeiten. Eigentlich nur Menschen "wie du und ich".
Heil und heilig seien sie deshalb geworden, weil sie dies anerkennen konnten und an Gott festgehalten haben, und er an ihnen. Im Lauf ihres Lebens hätten sie gelernt zu ihren Schwächen zu stehen. Trotzdem wussten sie sich von Gott geliebt und gerufen. Gleichzeitig haben beide gelernt, ihre Unterschiede gelten zu lassen und sogar zu lernen: Petrus mehr der bewahrende, Paulus der mehr vorwärts schreitende. Es kam auch zu Reibereien zwischen den beiden und sogar zum offenen Streit. "Trotzdem sind sie in der entscheidenden Sache eins geblieben in der Liebe und Treue zu Jesus Christus. Die Botschaft: Als Christ brauche ich mich nicht zu verbiegen, mich nicht glaubensstärker zu zeigen, als ich in Wirklichkeit bin. Von beiden können wir lernen vor Gott ehrlich und wahrhaftig zu sein. Lieber Schwäche zu zeigen als falsche Stärke vorzutäuschen" , sagte Klösel. Der Pfarrer bedankte sich bei allen Teilnehmern, der Blasmusik sowie den Vereinen, den Bürgermeistern und Gemeinderäten und allen Helfern.















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