17.09.2021 - 14:52 Uhr
MoosbachOberpfalz

Moosbachs Ortsbild verändert sich weiter

Die Gemeinde soll unmittelbar am Ortsrand eine dritte Freiflächen-Photovoltaikanlage erhalten. Die Energiegenossenschaft Zeno hatte dazu kurzfristig einen Antrag zur Moosbacher Marktratssitzung eingebracht.

Am südlichen Ortsrand von Moosbach soll neben den beiden bereits vorhandenen eine dritte Photovoltaikanlage entstehen.
von Peter GarreissProfil

Auf Antrag der Zeno-Bürger-Energiegenossenschaft eG Floß wurde kurzfristig die Tagesordnung der September-Sitzung des Marktgemeinderates Moosbach erweitert. Die ZENO beabsichtigt nämlich auf dem Grundstück Fl. Nr. 365 der Gemarkung Moosbach eine Freiflächen-Photovoltaikanlage zu errichten. Ingenieur Stefan Korb aus Weiden und Altbürgermeister Boris Damzog aus Störnstein trugen dem Gemeinderat ihr Anliegen vor.

Das 2,5 Hektar große landwirtschaftliche Grundstück dafür liege am westlichen Ortsrand von Moosbach. Es grenze an das Moosbacher Gewerbegebiet „Schießtrath“. Die neue Anlage könnte 2,5 Millionen Kilowattstunden erzeugen und 700 Haushalte mit Strom versorgen. Der Einspeispunkt liege nach Auskunft des Bayernwerkes günstig. Bei der Anlage handle es sich um keine reine Industrieanlage, so dass sie eine große Biodiversität entwickeln könnte. Die Vertreter der ZENO erklärten, dass Überschüsse aus der Anlage dort bleiben könnten, wo die Anlage stehe. Ingenieur Korb wies auch darauf hin, dass durch den Betrieb rund 760 Tonnen CO2-Treibhausgase eingespart werden könnten. Damit können 12,5 Millionen E-Autokilometer gefahren werden. Das Äquivalent entspreche rund 26.000 Bäumen.

Marktrat Josef Hierold jun. wies auf die Hanglage des Grundstückes hin. Da müsse hoch aufgeständert werden. Ingenieur Korb hielt das Problem aber für lösbar. Ortssprecher Thomas Kleber sprach die Beteiligung der Bürger an dem Objekt an. Ihm wurde erklärt, dass eine Beteiligung, aber nur an allen Anlagen der ZENO möglich sei. Die Ausschüttung lege die ZENO fest. Bürgermeister Armin Bulenda stellte eine weitere Diskussion im Gemeinderat in Aussicht. Zu einer Abstimmung im Rat kam es also noch nicht.

Ortsdurchfahrt kommt billiger

Das Gremium genehmigt auch die Abrechnung der Firma Huber, Rötz, für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Ragenwies. Die im Haushalt 2021 dafür vorgesehenen 40.000 Euro wurden nicht überschritten. Trotz Mehrkosten für das Biogitter und mehr Massen lag der Abrechnungsbetrag bei nur 32.548,82 Euro.

Gewerbegebiet wird erweitert

Bürgermeister Bulenda erklärte, dass alle Grundstücke im Gewerbegebiet „Hammermühle“ verkauft sind. Es liegen aber weitere Anfragen vor. Der Markt Moosbach habe deshalb ein Verfahren zur Vergrößerung des Gewerbegebietes in südliche Richtung in die Wege geleitet. Bulenda erklärte, dass man nun nach Verhandlungen den erforderlichen Grund von 22.000 Quadratmetern vom Freistaat Bayern erwerben könne. Erfreut stimmte das Gremium dem Aufstellungsbeschluss zur Erweiterung des Gewerbegebietes zu.

Johannes Hoch als Kommandant bestätigt

Einstimmig ging auch die Bestellung der Kommandanten für die Feuerwehr Heumaden über die Bühne. Zum Kommandanten wurde der bisherige Amtsinhaber Johannes Hoch bestellt. Als Zweiter Kommandant fungiert künftig Daniel Lehner.

Keine Einwände

Nichts einzuwenden hatten die Räte gegen die Aufstellung des Bebauungsplanes „Wohngebiet am südlichen Stadteingang“ durch die Stadt Oberviechtach. Es wurde festgestellt, dass die Interessen den Marktes Moosbach davon nicht berührt sind.

Neue Anlage kann künftig 963 Haushalte versorgen.

Moosbach

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.