10.02.2020 - 11:29 Uhr
MoosbachOberpfalz

Neue Anreize für Gemeinde schaffen

Der Bürgermeisterkandidat der Freien-Wähler-Union (FWU), Fritz Steinhilber, stellt sich und sein Programm der Moosbacher Bevölkerung vor und diskutiert mit ihr über die mögliche künftige Ausrichtung der Gemeindepolitik.

FWU-Bürgermeisterkandidat Fritz Steinhilber (stehend) diskutiert mit Moosbacher Bürgern über die Zukunft der Gemeinde und stellt seine Ideen vor.
von ENSProfil

Eigentlich ist die FWU als Sprachrohr der Dörfer im Gemeinderat bekannt. Trotzdem hat sich der Wählerverbund ganz bewusst für einen Info- und Diskussionsabend im Herzen des Kernorts entschieden. Unabhängig parteilicher Zugehörigkeiten und konkretem Wohnort möchte Steinhilber die Belange aller Moosbacher vertreten. Doch von vorne.

"Vor sechs Jahren konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich aktiv für den Posten des ersten Bürgermeisters kandidiere", erzählte er den Interessierten im Gasthaus Bock. Eher überraschend zum Amt des zweiten Bürgermeisters gekommen, sei dieser Entschluss aber über die vergangene Amtsperiode hinweg in ihm gereift. "In der Gemeinde sind viele Dinge gut gelaufen, einige aber auch schlecht", so Steinhilber. Seine Erfahrung möchte er jetzt nutzen, um diese Baustellen in Angriff zu nehmen. Erster Punkt auf der Liste sei die verbesserte Kommunikation. Das gelte sowohl für die Zusammenarbeit der Bürgermeister und Markträte untereinander, als auch für den offenen Umgang mit Belangen und Vorschlägen von Bürgern. Es sei wichtig alle Sichtweisen mit einzubeziehen und alle Stimmen zu hören. Nur so funktioniere Demokratie.

Wichtigste Aufgabe der Gemeindepolitik sei laut Steinhilber das Ebnen einer sicheren und nachhaltigen Zukunft für Moosbach und dessen Einwohner. Viele junge Menschen ziehen weg vom Land in die Stadt. Genau da müsse man ansetzen. "Wir müssen Anreize schaffen, hier zu bleiben", betonte der Amtsanwärter. Das beginne mit dem weiteren Ausbau von Internetleitungen, Straßen und attraktiven Freizeitmöglichkeiten. Zuschüsse und staatliche Förderungen müssen und sollen dabei geschickt und vernünftig genutzt werden. Außerdem sollen neue Bauplätze geschaffen werden. "Daneben dürfen wir allerdings die Ortskerne nicht vernachlässigen", mahnte er. Diese sollen nicht aussterben und verwahrlosen.

Springender Punkt bei den Anreizen seien natürlich Arbeitsplätze vor Ort. Deshalb will Steinhilber die Erschließung des Gewerbegebiets und die Ansiedlung von Firmen vorantreiben. "Meistens sind es einheimische Unternehmen, die Interesse zeigen. In Zukunft müssen wir unsere jungen Moosbacher die bestmögliche Bildung ermöglichen - auch außerhalb. Der springende Punkt ist, sie wieder zurückzuholen und gemeinsam mit ihnen etwas aufzubauen", meinte er.

Außerdem müsse man sich über eine gemeinschaftliche Energie- und Wasserversorgung Gedanken machen. "Konkrete Maßnahmen sind das Anlegen von Regenrückhaltebecken und die Renaturierung der Gewässer im Sinne von Natur und Nachhaltigkeit", sagte der überzeugte Biolandwirt. Bei alldem dürften jedoch keine Luftschlösser gebaut werden - auch mit Blick auf die finanzielle Situation der Gemeinde. Es gelte, konkrete Projekte nach und nach anzupacken. Diese Projekte möchte Steinhilber als Bürgermeister künftig gerne moderieren.

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