13.01.2020 - 13:13 Uhr
MoosbachOberpfalz

Sprachrohr der Dörfer im Gemeinderat

Vor wenigen Wochen schickte die Freie Wähler Union (FWU) bereits ihren Bürgermeisterkandidaten Fritz Steinhilber ins Rennen. Jetzt stehen auch ihre Bewerber für den Marktrat fest.

Die FWU um Bürgermeisterkandidat Fritz Steinhilber (vorne, Dritter von links) und Marktrat Johann Neuber (vorne, vierter von links) will die Interessen aller Ortsteile im Gemeinderat vertreten.
von ENSProfil

"Da halte ich mich raus." Diesen Satz hat Fritz Steinhilber bei der Suche nach Listenkandidaten in den letzten Wochen sehr häufig gehört. "Doch das ist meiner Meinung nach die falsche Einstellung", sagte er. Bürger aller Ortsteile der Gemeinde sollten ihre Meinung vertreten und sich für ihre Interessen einsetzen. Deshalb freute sich die FWU, am Samstagabend viele engagierte Bürger im Gasthof "Zum Goldenen Hirschen" in Tröbes begrüßen und ihren Wahlvorschlag für den Gemeinderat vorstellen zu können.

Ungeschriebenes Gesetz ist dabei, dass die Kandidaten ausschließlich aus den Ortsteilen rund um den Kernort Moosbach stammen. "Wir haben darauf geachtet, aus allen Gemeindeteilen Kandidaten aufzustellen. Wir wollen möglichst alle Dörfer repräsentieren", erklärte Steinhilber. Mindestens zwei Plätze will die FWU im Gemeinderat weiterhin besetzen. Dass sich das Gremium bei der Wahl, auch durch das Antreten der neu gegründeten "Bürgerliste Moosbach", wahrscheinlich weiter aufsplitte, sieht die FWU mehr als Chance denn als Problem.

"Es braucht im Gemeinderat nicht die absolute Mehrheit einer Partei. Es braucht stattdessen Leute, die sich einsetzen und gemeinsam an bestmöglichen Lösungen für die Probleme der Gemeinde arbeiten - unabhängig einer Parteizugehörigkeit", fand Steinhilber. So werden noch mehr Meinungen mit einbezogen und Beschlüsse könnten nicht einfach durchgedrückt werden.

Besonders die Finanzen müsse man auch künftig im Auge behalten. "Wir sind in den letzten Jahren einen guten Weg gegangen. Wir haben die Schulden der Gemeinde deutlich auf circa zwei Millionen gesenkt und trotzdem sinnvolle Investitionen getätigt", berichtete der zweite Bürgermeister. Es gelte, auch weiterhin zukunftsorientiert und vernünftig zu investieren. Dabei könnten mehr Sichtweisen nicht schaden. "Zumindest innerhalb der FWU haben wir schon einmal eine gute Mischung gefunden", meinte auch Versammlungsleiter Johann Scheuerer, der sich nach der Abstimmung über ein einstimmiges Ergebnis freute.

Die Kandidaten der FWU:

1. Fritz Steinhilber (52), Landwirt, Diplom-Ingenieur; 2. Johann Neuber (51), Bürokaufmann; 3. Jonas Weiß (24), Metallbauer; 4. Michael Bauer (58), Landwirt, Angestellter: 5. Christine Ring (46), Verkäuferin; 6. Andreas Bodensteiner junior (30), Kfz-Mechatroniker; 7. Armin Birner (52), städtischer Angestellter; 8. Renate Eckl (49), Serviceberaterin; 9. Josef Scheuerer (32), Maschinenbautechniker; 10. Felix Ach (24), Landwirtschaftsmeister, Agrarbetriebswirt; 11. Georg Kleber (49), Schlosser; 12. Markus Reitinger (42), Industriemechaniker; 13. Johann Kick (58), Industrieglasfertiger; 14. Michael Scheuerer (30), Elektrotechniker; 15. Heike Hammerl (47), Landwirtin; 16. Josef Balk (60), Metallfacharbeiter; 17. Eduard Ach (52), Industriemeister Metall; 18. Michael Steinhilber (23), Student; 19. Herbert Hanauer (56), Landmaschinenmechaniker; 20. Hildegard Balk (58), Reinigungsfrau; 21. Michaela Feneis (46), Metzgereifachverkäuferin; 22. Martin Bäumler (47), Arbeitsvorbereiter; 23. Markus Weiß (46), Landwirt; 24. Klaus Bodensteiner (29), Metzgermeister; 25. Wolfgang Hoffmann (59), Baggerfahrer; 26. Hubert Sittauer (56), Lagerist; 27. Irmgard Zangl (63), Rentnerin; 28. Hans Schönberger (50), Werkzeugschleifer. Ersatz: Franz Gürtler (66), Rentner.

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