Der älteste männliche Bürger der Marktgemeinde Moosbach ist verstorben. "Ein langes Erdenleben von 98 Jahren hat Josef Irlbacher aus Ödpielmannsberg erreicht und hat heimgefunden in das himmlische Haus des Vaters", sagte Pfarrer Udo Klösel beim Requiem in der Wieskirche. Irlbacher wurde am 7. Januar 1924 als zweites Kind von Georg und Margaretha Irlbacher geboren. Die Eltern betrieben in der „Öd“ eine kleine Landwirtschaft. Hier wuchs er mit seinen Brüdern Dionys, der 2006 verstarb, und Georg auf, der seit 1944 im Krieg verschollen ist.
Bereits in jungen Jahren wurde er zum Wehrdienst eingezogen und musste den Zweiten Weltkrieg an der Front miterleben. Er kehrte nach Kriegsende unverwundet nach Hause zurück, wo er dann zusammen mit seinen Eltern die Landwirtschaft betrieb. Bereits 1951 verstarb seine Mutter und 1963 sein Vater. Im April 1952 schloss er mit Barbara Leipold aus Etzgersrieth in der Pfarrkirche Böhmischbruck den Bund der Ehe. Aus ihr gingen die Söhne Josef, Konrad und Alfons hervor. Die Landwirtschaft betrieb er mit seiner Ehefrau im Nebenerwerb. Durch Fleiß und Sparsamkeit konnten zunächst die landwirtschaftlichen Gebäude erneuert werden und in den 70er Jahren folgte ein neues Wohnhaus. Nach dem Eintritt in den Ruhestand übergab er das Anwesen an Sohn Alfons, half aber bei vielen Arbeiten noch fest mit.
Zusammen mit Ehefrau Barbara konnte er 2017 die Eiserne Hochzeit feiern. Besondere Freude bereiteten ihm seine acht Enkelkinder sowie Urenkel Sebastian. Der Verstorbene war ein sehr gläubiger Mensch. 2014 wurde Irlbacher bettlägerig und konnte die Gottesdienste nur noch im Fernsehen mitfeiern. Großen Wert legte er auf den monatlichen Empfang der Krankenkommunion. Ein großer Einschnitt war für ihn, als 2018 seine Ehefrau verstarb.
Der Verstorbene las bis zuletzt morgens die Tageszeitung und verfolgte das tägliche Geschehen im Fernsehen. Sohn Alfons und dessen Frau Angelika kümmerten sich um ihn. Vor allem der regelmäßige Besuch seiner Söhne Josef und Konrad mit ihren Familien gab ihm immer wieder neuen Lebensmut. Nach einwöchiger Krankheit ist er am 13. Mai friedlich daheim im Kreise seiner Angehörigen für immer eingeschlafen.
Für die Feuerwehr Ödpielmannsberg nahm Vorsitzender Hermann Ach Abschied vom letzten Gründungsmitglied und treuen Kameraden Josef Irlbacher. Am 31. März 1951 gründete er mit 26 weiteren Kameraden die „Oider“ Wehr. Coronabedingt durften sie ihm nur im kleinen Rahmen zur 70-jährigen Mitgliedschaft gratulieren. Stets stand der „Schousterpaidern Sepp“ (Hausname) vor allem auch den jüngeren Kameraden mit Ratschlägen zur Seite.













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