Moosbach
06.06.2022 - 14:28 Uhr

Vier Söhne trauern um ihre Mama: Simone Götzfried aus Heumaden stirbt mit nur 41 Jahren

„Gott wird alle Tränen abwischen, diese Worte des Johannes dürftn gleichsam aus dem Mund der lieben Verstorben Simone Götzfried aus Heumaden gekommen sein, sagte Pfarrer Udo Klösel beim Requiem in der Wieskirche. Die Familie musste Abschied von der Ehefrau und Mama, von der Tochter und Schwester, von der Schwiegertochter und Schwägerin nehmen.

"Die Erinnerung soll das Licht sein, das euch leuchtet, wärmt und tröstet, wie es auch auf dem Sterbebild heißt", führte Pfarrer Klösel aus. Er schaute auf den Lebensweg von Simone Götzfried zurück. Sie wurde am 17.12.1980 in Marienberg als Tochter von Klaus und Martina Hirrich geboren. Dort ist sie auch mit ihrer Schwester Kerstin aufgewachsen. Nach dem Realschulabschluss kam sie 1996 nach Tännesberg und machte eine Ausbildung zur Hotelfachfrau. 2004 wurde Sohn Lucas geboren. Nachdem sie 2012 Richard Götzfried aus Heumaden geheiratet hatte, vervollständigten die Söhne Adrian, Bastian und Jonathan die Familie. Als Ehefrau und Mutter sorgte Simone Götzfried für ihre Familie. Mit viel Liebe begleitete sie die Wege ihrer Kinder in Kindergarten und Schule, und engagierte sich auch im Elternbeirat. Dazu hat sie sich auch um die Schwiegereltern gekümmert, schilderte der Pfarrer.

Simone Götzfried sei wieder zur Arbeit gegangen, zunächst nur einige Stunden, seit Februar 2021 wieder umfangreicher. Doch dann sei im letzten Juni eine heimtückische Krankheit bei ihr diagnostiziert worden. Nach einer Operation schaute es gut aus, und sie war zuversichtlich und voller Hoffnung, sagte der Geistliche. Doch dann musste Simone Götzfried im Oktober erneut ins Krankenhaus, die Krankheit schritt voran. Bis zuletzt durfte sie daheim sein und wurde gepflegt, umgeben von ihrer Familie, so Klösel.

Am Morgen des 24. Mai verstarb sie viel zu früh mit nur 41 Jahren. "Schweren Herzens müsst ihr sie hergeben. Wir sind voller Schmerz und Trauer, aber auch im Glauben, den eure Ehefrau und Mama im Herzen getragen hat", so der Seelsorger. In den letzten sieben Jahren hatte sie sich auch um die Ministranten in Heumaden gekümmert. Deshalb ministrierten die Kinder bei der Trauerfeier und nahmen so von ihr Abschied. Erst kürzlich zu den Maiandachten hat Simone Götzfried diesen Dienst abgegeben, der ihr immer sehr wichtig war, berichtete der Pfarrer.

Das Requiem gestaltete das Bläser-Ensemble, Sängerin Wilma Wallner begleitet von Hans Karl an der Orgel, mit. Die Beisetzung hatte zuvor im engsten Familienkreis am Friedhof in Moosbach stattgefunden. Der Elternbeirat und die Frauen-Union stellten Blumenschalen ans Grab.

 
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