23.03.2020 - 09:01 Uhr
MoosbachOberpfalz

Wegen Coronavirus: Beerdigung ohne Requiem

Mathilde Deisinger aus Ödpielmannsberg wird in Moosbach zu Grabe getragen. Die Familie nimmt im kleinen Kreis Abschied.

von Peter GarreissProfil

"Wir alle sind betroffen von dem, was sich zurzeit in der Welt ereignet. Das macht den Umstand notwendig, dass wir gleichsam keine normale Beerdigung unserer Mitschwester Mathilde Deisinger aus Ödpielmannsberg erleben können“, sagte Pfarrer Josef Most an der Aufsegnungshalle am Friedhof. "Wir müssen den Anordnungen Folge leisten, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern", bat er um Verständnis.

Im Kreise der Angehörigen und einiger Trauergäste, meist aus dem Dorf, wurde die Verstorbene zu Grabe getragen. Mathilde Deisinger, geborene Baumgärtner, ist am 15. März im Alter von 86 Jahren verstorben. Geboren wurde sie am 5. Oktober 1933 in Ödpielmannsberg als das älteste von vier Kindern der Landwirtseheleute Josef und Barbara Baumgärtner. Nach der Schulzeit machte sie eine Lehre an der Hauswirtschaftsschule in Weiden. Am 16. Mai 1954 heiratete sie Johann Deisinger aus Ödpielmannsberg. Das Paar bekam vier Kinder. Ein Sohn ist mit 61 verstorben. Neben den Kindern trauern um ihre liebe Oma fünf Enkel und ein Urenkel. Von ihrem Ehemann Johann musste sie bereits am 4. März 2000 Abschied nehmen.

Ihre Verbundenheit mit der Pfarrgemeinde zeigte sich auch durch die Mitgliedschaft beim Katholischen Frauenbund Moosbach, dem sie seit 1973 angehörte. Ein Mitglied stand mit dem KDFB-Banner mit am Friedhof. „Hoffen wir, dass für unsere Verstorbene bald nach Ostern auch ein Requiem in der Pfarrkirche gefeiert werden kann“, sagte Pfarrer Most.

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