„Kappl-Orgel“ verstummt über ein halbes Jahr

Vor einigen Tagen haben Arbeiter die Orgel aus der Großen Kappl bei Münchenreuth abgebaut. Sie steht mittlerweile in einer Werkstatt in Tschechien. Bis die Orgel zurückkommt, müssen die Gläubigen aber nicht auf Orgelklänge verzichten.

Ein großes Gerüst ist in der Kappl aufgebaut. Das Orgelgehäuse wurde mittlerweile komplett abgebaut und wir in Tschechien restauriert.
von Konrad RosnerProfil

Schon vor zwei Jahren hat die Kirchenverwaltung Münchenreuth in der Orgel und der Orgelempore der Kappl Holzwurmspuren festgestellt. Da nun eine Renovierung und gründliche Reinigung der Orgel anstand, hat sich die Kirchenverwaltung und der Pfarrgemeinderat entschlossen, im Zuge der Holzwurmbekämpfung auch die historische Kappl-Orgel zu restaurieren.

In Zusammenarbeit mit der Diözese Regensburg und dem Landesamt für Denkmalpflege wurden die Aufträge vergeben. Vom 28. Oktober bis 2. November war die Kapplkirche für Besucher gesperrt. In dieser Zeit hüllte die Firma Desinsekta die Orgel und die Empore ein, um den Holzwurm zu begasen.

Vom 5. November bis 8. November hat die Orgelbaufirma Dlabal-Mettler aus Olmütz in Tschechien die Orgel und das Orgelgehäuse komplett abgebaut und in ihre Werkstätte nach Bilsko gebracht. Die Arbeiten an dem Instrument werden dort bis Juni 2019 dauern. Dann wird die Orgel auf ihren angestammten Platz in der Dreifaltigkeitskirche wieder eingebaut.

Eine Orgelweihe ist für Oktober/November 2019 geplant. Damit aber die Gottesdienste und Hochzeiten im Jahr 2019 auch mit festlichem Orgelspiel gestaltet werden können, wird die Pfarrei Münchenreuth vom Orgelhaus im Stiftland (Hecht, Pfaffenreuth) eine digitale Kirchenorgel anmieten.

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