Lebensqualität in Stadt und Land

Mehr als die bisher drei Sitze im Stadtrat streben die Freien Wähler in Waldsassen an. Bürgermeister-Kandidat Johann Wurm bekräftigte sein Ziel, dass es den Menschen in der Stadt und auf dem Land gleichermaßen gut geht.

Auf großes Interesse stieß die Wahlversammlung der Freien Wähler am Freitagabend in Münchenreuth.
von Konrad RosnerProfil

Sehr gut besucht war am Freitagabend die Wahlversammlung im Gästehaus Schreyer in Münchenreuth. Die Freien Wähler seien Waldsassens starke Mitte, betonte Wurm. Er sei für alles offen: "Wir wollen mit gesundem Menschenverstand die Schwierigkeiten angehen, die Probleme hören und dann Lösungen finden." Den Menschen in der Region solle es gut gehen, sowohl in der Stadt als auch in den Dörfern. Wurm stellte alle Stadtratskandidaten der Freien Wähler vor. Ziel sei es, neben dem Bürgermeister einige Stadträte mehr als bisher zu stellen.

Weitere Ziele seien eine gut ausgebaute Infrastruktur, gute Schulen und eine gute medizinische Versorgung. "Dies alles kostet aber auch Geld", stellte der Sprecher klar. Er zeigte sich überzeugt, dass künftig vermehrt Menschen von den Großstädten aufs Land ziehen werden, "weil es sich hier einfach billiger wohnen lässt". Waldsassen und die Ortsteile hätten gerade auf diesem Gebiet einiges zu bieten. Umso wichtiger sei es, Waldsassen als eine lebens- und liebenswerte Stadt zu erhalten.

Zur Ortsumgehung merkte Wurm an, dass die Stadt Waldsassen nur eine von insgesamt 140 Beteiligten im Verfahren sei. Die Verantwortung trage letztlich das Staatliche Bauamt. Dennoch sei man bestrebt, noch einige Verbesserungen bei der Ortsdurchfahrt anzubringen. Eine weiträumige Umgehung sei "gegessen", betonte der Kandidat. Diskussionen mit der Bürgeraktion darüber seien nicht möglich: "Da verliert man eher den Glauben." Eine Trasse durch den Kappl-Wald werde nicht kommen. Wichtig sei nun, dass endlich das Planfeststellungsverfahren anlaufe. "Es muss weiter vorwärts gehen, aber es ist ein Ritt auf der Klinge."

Bei der Versammlung gab es immer wieder Kritik an der derzeitigen Situation im Krankenhaus. Helmut Üblacker sagte: "Ich habe den Verdacht, Weiden will alles an sich ziehen." Landratskandidat Ely Eibisch sah dies ähnlich, setzte jedoch große Hoffnungen auf den neuen Vorstand der Klinken Nordoberpfalz. Thomas Egginger. Der Erhalt der Krankenhausstandorte im Landkreis sei eine große Aufgabe. für die Zukunft.

Eibisch verwies darauf, dass er seine Lehre in Fockenfeld gemacht habe, deshalb habe er eine gute Beziehung zu dieser Gegend um die Kappl und Waldsassen. Seit 22 Jahren sei er schon in der Kommunalpolitik aktiv, und es mache ihm weiter großen Spaß. Im Landkreis gebe es viele Herausforderungen. Im Bereich Bildung werde einiges getan, wenn er nur an das Stiftland-Gymnasium, die Berufsschule in Wiesau oder an die Realschule in Kemnath denke. Eine weitere Herausforderung sei die Demografie. Die Senioren wollten mit eingebunden werden, dies hätten sie aber auch verdient.

"Das Ehrenamt ist für mich der Kitt der Gesellschaft, das ist die Stärke auf dem Land", unterstrich Eibisch. Die Barrierefreiheit und die Inklusion seien ständige Aufgaben. Dazu gehöre der weitere Ausbau des Baxi-Angebots. Auch sei eine Vernetzung mit den Verkehrsverbünden Nürnberg und Regensburg notwendig. Bei den erneuerbaren Energien müsse die Wertschöpfung in der Region bleiben, ohne Investoren von außen. Bei den Windrädern müsse man genau abwägen, wo man welche bauen könne. Der Kandidat versprach, ein Landrat zum Anfassen mit Bürgersprechstunden sein zu wollen. Einige Zuhörer kritisierten Landrat Wolfgang Lippert, der nur einmal in seiner Amtszeit in Münchenreuth gewesen sei. Ely Eibisch versprach: "Ich komme öfter, am Dienstag bin ich schon wieder in Münchenreuth." Anlass ist der Faschingszug.

"Wichtig ist, Waldsassen als eine liebens- und lebenswerte Stadt zu erhalten", sagte Bürgermeisterkandidat Johann Wurm.
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