Michareither Fosnatbladl: Nach der Verleihung des Waldsassener Kunstpreises gibt es weitere Auszeichnungen

In der dritten Geschichte aus dem "Michareither Fosnatbladl" geht es um den Waldsassener Kunstpreis und die Verleihung weiterer Auszeichnungen. Im Münchenreuther Kunsthaus (KuMü) machen die Werke im Zuge einer Wanderausstellung Station.

Ein inszeniertes Foto für das "Michareihter Fosnatbladl": Die Siegerpreise befinden sich aktuell auf einer Wanderausstellung und wurden an das Münchenreuther Kunsthaus (KuMü) verliehen.
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Bisher wurden im Stiftland nur Preise für Narrenkunststücke verliehen: Im Anschluss des Münchenreuther Faschingszuges wurden die besten Themen mit einem Faschingsorden honoriert. Eine Auszeichnung für Künstler im Stiftland außerhalb der Fosnat gab es noch nicht.

Die Einführung eines Kunstpreises hat das Kunsthaus Waldsassen bei der Eröffnung der Gemeinschaftsausstellung im Herbst 2020 verkündet. Wer den Preis bekommen wird, wie er aussieht, wie hoch er dotiert ist und welchen Namen der Waldsassener Kunstpreis künftig trägt, wurde bei der Vorstellung der Idee noch nicht verraten.

Jury bewertete Exponate

Es wurde eine Jury einberufen, die die Exponate in der Ausstellung bewerten sollte. Bürgermeister Bernd Sommer wurde als Vertreter der Kulturstadt mit in das Gremium „WSDS“ (Waldsassen Sucht Den Superkünstler) berufen. Jedes Jurymitglied bekam 400 Punkte, die dann auf die Ausstellungsstücke geklebt werden sollten. Das Stück mit den meisten Klebepunkten gewinnt.

Die Überraschung war groß, als Hans-Georg Schulze, Künstler aus Tirschenreuth, das Kunsthaus Waldsassen betrat, um seine ausgestellten Werke nach Beendigung der Ausstellung wieder abzuholen. „Man müsse ihm etwas mitteilen“, lautete die Erklärung. Kurz darauf wurden seine Augen immer größer. Kunsthaus-Vorsitzender Wolfgang Horn teilte dem 89-jährigen Meister der Keramikplastiken mit, dass er als Sieger für den erstmals verliehenen Kunstpreis auserkoren worden sei.

Namensfindung weiter unklar

Schulze konnte diese schöne Nachricht kaum fassen. Was das nun bedeutet, wollte der Preisträger wissen. Das konnte Horn noch nicht beantworten. Wie der Preis nun aussieht, wie hoch er dotiert ist und welchen Namen der Waldsassener Kunstpreis künftig trägt, wurde bei der Ernennung des ersten Preisträgers noch nicht verraten. Schulze machte sich dann erstmal daran, die 1111 Klebepunkte der Jury von seinem Kunstwerk abzumachen.

Gesucht wird weiterhin ein Name für den Kunstpreis. Dieser soll die Klosterstädter Kunst in all ihren Facetten ausdrücken. Ein Teil der Vorschläge orientiert sich an bekannten Preisen, wie etwa „Oscar von Waldsassen“, „Klosterstädter Bambi“, „Stiftland Grammy“, „Golden Klostercity Globe“ oder einfach „Oberpfalz Oscar“. Andere Ideen gehen in die Richtung von lokalen Schmankerln und Persönlichkeiten: „Dietzenhofer Drum“, „Goldene Luis-Locke“, „Wolfgangs Holz-Horn“, „Glorreicher Lebkuchen“ und „Goldener Zoigl“. Aktuell auch noch im Rennen sind „Internationaler Egrensisfreibadpreis“, „Glosberch-Bembel“ und „Wondreb-Wunder-Award“. Eine "Ver-Horn-Ballung" des Preises ist allerdings nicht gewünscht, stieß der Kunsthaus-Vorstand kräftig ins Horn.

Preisträger in den Fachbereichen

In einem Pressegespräch mit dem Fosnatbladl hat Jurymitglied Sommer nun die weiteren Sieger des Klosterstädter Kunstpreises verraten. In der Kategorie Holzarbeiten krallte sich Bernd Bieber mit seiner Skulptur „Horst Adler vom Geierhut“ den Siegerplatz. Sommer zeigt sich begeistert: „Da haut es mir glatt den Vogel raus.“

Herbert Haudraufwienix aus Steinmühle überzeugte den Bürgermeister mit seiner virtuosen und knallharten Bohrhammerkunst. „Der Bayrische Löwe ist steinhart.“ Sommer hat schon angefragt, ob der Löwe auf dem von ihm geplanten Kreisverkehr in Waldsassen platziert werden kann. In der Kategorie Pinselführung überzeugte Manfred Malgolf. Sommer kommentierte dies mit „Malgolf aus dem Wondreb-Auenland schwingt seinen Pinsel wie kein anderer. Die Eintönigkeit seiner Bilder begeistert.“

Malgolf überzeugt mit zweitem Werk

Wie aus Insider-Kreisen bekannt wurde, hatte Malgolf insbesondere Sommer mit einem zweiten Werk überzeugt. Malgolf präsentierte dabei künstlerisch einen Bauplan für die Bahndammstraße. Dies stieß aber nicht bei allen Jurymitglieder auf Zustimmung. Die Jury streitet daher noch weiter über die Prämierung von Landschaftsbildern.

Die Siegerpreise befinden sich aktuell auf einer Wanderausstellung und wurden an das Münchenreuther Kunsthaus (KuMü) verliehen. Wie der Preis nun aussieht, wie hoch er dotiert ist und welchen Namen der Waldsassner Kunstpreis künftig trägt, wurde bei der Ernennung der Kategoriegewinner immer noch nicht verraten. Klar ist jedoch, dass sich der Schreiber des Fosnatbladls nun nach diesem Beitrag nicht für den nächsten Kunstpreis zu bewerben braucht.

Die zweite Geschichte aus dem "Michareither Fosnatbladl" 2021

Münchenreuth bei Waldsassen
Hintergrund:

"Fosnatbladl"-Geschichten

  • In Zusammenarbeit mit Oberpfalz-Medien veröffentlicht der Schlüsselclub Münchenreuth eine Serie von 11 Berichten über Faschingsthemen und Narreteien.
  • Alles darf in diesen Berichten, so wie in diesem Beitrag auch, aber nicht bierernst genommen werden.

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