55 Sauen erlegt

680 Hektar – so groß ist die jagdfähige Fläche der Jagdgenossenschaft Naabdemenreuth insgesamt. Und die ist nicht zuletzt durch eine enge Zusammenarbeit in guten Händen, wie sich bei der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossen zeigt.

Symbolbild.
von Miriam SperberProfil

Bei der Jahreshauptversammlung blickten die Jagdgenossen mit Jagdvorsteher Thomas Übelacker zurück auf das vergangene Jahr. Bürgermeister Karlheinz Budnik dankte der Jagdgenossenschaft und dem Jagdpächter für ihr Engagement. Weiter fand er lobende Worte für die Bereitschaft betroffener Grundeigentümer, für den Ausbau des Fichtelnaab-Radweges Grund abzugeben. Ein Vortrag von Balduin Schönberger rundete das Treffen im Gasthaus "Zum schwarzen Raben" in Naabdemenreuth ab.

Bezüglich des Wegebaus konnte Jagdvorstehers Thomas Übelacker berichten, dass der "Dannerweg" fertig gestellt wurde; der Dank ging dabei an Organisator Franz Neubauer. Den Dank erwiderte auch Bürgermeister Karlheinz Budnik. Der Radweg in Richtung Trautenberg, den die Stadt Windischeschenbach ausbaute, kann nun auch als landwirtschaftlicher Weg genutzt werden. Wildschäden wurden im vergangenen Jahr nicht gemeldet, jedoch gab es einige, welche intern geregelt wurden. Tote Wildschweine müssen dem Jagdpächter gemeldet werden, damit diese bezüglich der Schweinepest untersucht werden können. Ab April soll es eine Abschussprämie für Wildschweine geben. Ein gemeinsames Jagd-Essen fand für alle statt; der Dank ging dabei an Robert und Annemarie Bruischütz und an die Familie Gralla für die Zubereitung. Für die Aufgabe des Datenschutzbeauftragten wurde Heinz Uhl von Übelacker beauftragt.

Jagdpächter Robert Bruischütz berichtete über einen erfüllten Rehwildabschuss im vergangenen Jahr. Es war ein durchwegs positives Jahr; 55 Sauen (10 davon von Mitbegeher Max Würth) konnten erlegt werden. Sowohl Jagdvorsteher Thomas Übelacker als auch Jagdpächter Robert Bruischütz dankten für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Balduin Schönberger ist Wildlebensraumberater im Amt für Landwirtschaft und Ernährung in Amberg. Er informierte die Anwesenden über Möglichkeiten, wie ohne Ertragsverlust wichtige Bereiche für Lebensraum in der Natur und in landwirtschaftlichen Flächen geschaffen werden kann. Mit Beispielen für Schussschneisen und Brachen zeigte er, wie Strukturen in der Landschaft angelegt werden können. Es gab praktische Ratschläge für die richtige Heckenpflege oder die Pflege der Straßenränder, die auch wichtiger Lebensraum für z.B. Wild sind. Ein Mustergebiet nördlich von Regensburg kann bereits dazu besichtigt werden.

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