Der Fronleichnamstag ist der Verehrung der Heiligen Eucharistie, des Leibes und Blutes Christi unter den Gestalten von Brot und Wein gewidmet. "Alle Gläubigen sollen an diesem Tag mit ihrem Lobpreis zum Ausdruck bringen, wie sehr sie sich freuen, dass Christus inmitten unserer Pfarrei und Stadt gegenwärtig ist. Weil er mitten unter uns wohnt und alle Wege mit uns geht, gehen wir - im Normalfall - in der Fronleichnamsprozession mit ihm" so Pfarrer Hannes Lorenz. Diese war in der gewohnten Form in Corona-Zeiten heuer leider nicht möglich. So fand das Fronleichnamsfest in etwas veränderter Form statt.
Noch schlimmer wäre es gewesen, die Pfarrgemeinde Sankt Johannes der Täufer Nabburg hätte die Botschaft von Fronleichnam einfach versteckt und für sich behalten. Aber so gab es nach dem acht Uhr Gottesdienst einen Eucharistischen Lobpreis im Freien am Altar an der Bücherei. Das war die kleinste mögliche „Prozession“ mit dem Allerheiligsten nach draußen, welche durch das Landratsamt mit begrenzter Teilnehmerzahl genehmigt wurde.
Die Verkündigung des Evangeliums, Bitten in Anliegen aller Christen und eucharistischer Segen an nur einer Station. Dafür galten die bekannten Regeln für einen Gottesdienst im Freien für deren Einhaltung zahlreiche Ordner gewissenhaft sorgten.
Zum Festgottesdienst konnte Pfarrer Lorenz den neugewählten Bürgermeister Frank Zeitler und Mitglieder des Stadtrates sowie die Fahnen der katholischen Vereine, der Ortsfeuerwehren und einiger weltlicher Vereine begrüßen. Die festliche Eucharistiefeier wurde mit Schola-Gesang unter Leitung von Chorregent Jonathan an der Orgel umrahmt. Beim eucharistischen Gebet vor der Bücherei am Oberen Markt - dort, wo sonst die traditionelle Fronleichnamsprozession endet - war der Blumenteppich mit dem Motiv des Seesturms Blickfang. Fleißige Hände des Frauenbundes ließen den Teppich in mehrtägiger Arbeit entstehen.
Die Verkündigung des Evangeliums vom Seesturm stand im Mittelpunkt der kurzen Gebetszeit vor dem Allerheiligsten in der Monstranz. Die Not der Jünger im Boot, die vom Sturm gebeutelt den Herrn um Hilfe anflehen, sei vergleichbar mit der Situation der Menschen in den vergangenen Monaten, so Pfarrer Hannes Lorenz. „Die Angst hat uns gelähmt und lähmt viele immer noch. Doch Jesus will unser Leben, unsere Rettung und unser Heil!“ Christus nehme teil an unserem Leben mit all seinen Sorgen und Nöten. Darum sei es gerade in diesem Jahr notwendig, dass das Allerheiligste aus der Kirche heraus zu den Menschen gehe. Jesus wolle allen zur Seite stehen, die sich noch ins gewohnte Leben hineintasten. Er wolle den Kranken Hoffnung geben und allen Zuversicht schenken. So beteten die Gläubigen besonders für alle, die sich Sorgen um die Zukunft machen und für all jene, die sich derzeit noch nicht aus ihren vier Wänden trauen.
Ein kleines Bläserensemble der Jugendblaskapelle Nabburg unter Dirigent Markus Ferstl gestaltete den Lobpreis musikalisch auf dem Oberen Markt. Für die Verkehrsregelung sorgte Kommandant Andreas Ringlstetter mit der Feuerwehr Nabburg. Nach dem „Tantum ergo“ spendete der Pfarrer den eucharistischen Segen.














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