Gegen die Schließung der Landwirtschaftsschule und die Art und Weise, wie sie zustande kam und gegenüber den Betroffenen kommuniziert wurde, hatte Bürgermeister Frank Zeitler (CSU) in einem Brief an den Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) protestiert. Er bekam nun eine Antwort vom Leiter der Staatskanzlei, Florian Herrmann (CSU).
Den Brief, den er aus München erhielt, verlas Zeitler in der letzten Stadtratssitzung. Darin heißt es, dass die jetzige Struktur der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten angepasst werde, um die Landwirte bei neuen Herausforderungen bestmöglich zu unterstützen. "Nabburg ist und bleibt ein Zukunftsstandort der Landwirtschaft und ein starker Standort der Landwirtschaftsverwaltung", stellte Herrmann fest. Im Gesamtprozess würden aber auch die Landwirtschaftsschulen dem künftigen Bedarf angepasst, um die Effektivität, Verlässlichkeit und Qualität der Schulen zu erhöhen. Das Ministerium gehe in einer Prognose von etwa 400 Studierenden im ersten Semester in ganz Bayern aus. Daraus ergäben sich 20 Standorte für Landwirtschaftsschulen, um ein flächendeckendes, gut erreichbares Angebot sicherzustellen. Die geplante Konzentration werde auch von der bayerischen Junglandwirte-Kommission bekräftigt. "In der Gesamtschau ist eine möglichst ausgewogene Entscheidung für die gesamte Oberpfalz und Bayern getroffen worden", teilte er mit, dass das Ministerium jede einzelne Standortentscheidung intensiv geprüft habe. Den Vorschlag Zeitlers, einen E-Learning-Campus für die bayerischen Landwirte in Nabburg einzurichten, hat Florian Herrmann nach eigenen Angaben an die zuständige Ministerin Michaela Kaniber (CSU) weitergeleitet.
Sie bekam auch die Resolution zugestellt, die der Nabburger Stadtrat kürzlich zum Erhalt der Landwirtschaftsschule verfasst hatte. Diese Entschließung ging auch an die Abgeordneten der Region, den Landrat und den Amtsleiter. Der Stadtrat plant am 23. September auf Antrag der Nabburger-Land-Fraktion eine Besichtigung der Behörde und der Schule.















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