Nabburg
Update 18.07.2023 - 16:10 Uhr

Auto versinkt in Baggerweiher bei Irrenlohe: 82-Jähriger stirbt

An einem kleinen Baggerweiher östlich des Schwarzenfelder Ortsteils Irrenlohe ist am Dienstag ein Großaufgebot von Rettungskräften im Einsatz: Ein Auto ist versunken, Taucher bergen einen Mann. Er kann nicht mehr reanimiert werden.

Am Dienstag fuhr ein Auto in einen als Anglergewässer genutzten Weiher und sank – neben dem als Badesee bekannten Ragerweiher (Grüner See). Ein 82-Jähriger aus dem Landkreis Schwandorf ist dabei ums Leben gekommen, teilt die Polizeiinspektion Nabburg mit. Das Unglück ereignete sich kurz vor 10 Uhr.

Ein Mann hatte den Vorfall beobachtet und der Polizeiinspektion Nabburg gemeldet. Da zunächst unklar war, wie viele Personen sich in den Fahrzeug befanden, war ein Großaufgebot an Rettungskräften vor Ort: Rettungsdienst, Wasserwacht, BRK und Feuerwehr, ebenso ein Hubschrauber.

Taucher bargen dann einen 82-jährigen Mann aus dem Fahrzeug. Eine Reanimation blieb erfolglos. Weitere Personen konnten im Wasser oder im Auto nicht entdeckt werden. Mit einem Kran wurde am Nachmittag der Wagen aus dem Weiher geholt.

Wie es zu dem Unglück kam, ist noch ungeklärt, wie die Leiterin der Nabburger Polizei, Sabine Roidl, versicherte. Daher habe die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen, wie es in so einem Fall Routine ist. Für Verwirrung sorgte die Ortsangabe Ragerweiher. Der ist unter seinem anderen Namen „Grüner See“ ein bekannter Badeweiher und liegt direkt neben dem Unglücksort. Tatsächlich ist das Auto nicht im Ragerweiher versunken, sondern in einem kleineren Fischgewässer, das laut einer Tafel am Ufer von den Nabburger Sportanglern genutzt wird und laut Google Maps über keinen Namen verfügt.

Dass Feuerwehr, Wasserwacht, Rettungssanitäter und Ärzte vor Ort waren und vorsorglich noch ein Hubschrauber angefordert wurde, sorgte in dem kleinen Irrenlohe für enormes Aufsehen. Zahlreiche Menschen machten sich auf den Weg, um die Vorgänge am Baggerweiher in Augenschein zu nehmen. So wurde vorsorglich ein Sichtschutz aufgebaut, um die nötige Pietät gegenüber dem Verstorbenen zu wahren und den Einsatzort aus dem direkten Blickfeld der Nachbarschaft zu nehmen.

 
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