10.03.2019 - 15:38 Uhr
NabburgOberpfalz

Bahn-Ausbau: Planungen starten

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke nimmt beim politischen Nach-Aschermittwoch des CSU-Ortsverbandes Nabburg breiten Raum ein. Die Versammlungsteilnehmer geben Bundestagsabgeordnetem Karl Holmeier eine Hausaufgabe mit nach Berlin.

CSU-Ortsvorsitzender Tobias Knechtel (Mitte), die Kreisvorsitzende der Frauen-Union, Marianne Forster (rechts), JU-Vorsitzender Kilian Gradl (links) und Fraktionsvorsitzender Hans-Georg Dobler (Zweiter von links) geben Abgeordnetem Karl Holmeier (Zweiter von rechts) eine Hausaufgabe mit nach Berlin. Er soll prüfen lassen, welche Alternativen es zur Bahnstreckenführung für Nabburg gibt.
von Herbert RohrwildProfil

"Nabburg ist auf dem richtigen Weg": Diese Aussage von Bürgermeister Armin Schärtl beim politischen Aschermittwoch des SPD-Ortsvereins veranlasste den CSU-Ortsvorsitzenden Tobias Knechtel zu kritischen Anmerkungen. Im Beisein von Bundestagsabgeordnetem Karl Holmeier, kommunalpolitischer Repräsentanten und zahlreicher Besucher im Gasthaus Kräuterbeck war er überzeugt: "Nabburg hat noch einen langen, schwierigen, intensiven Weg vor sich - und es gibt noch viel zu tun."

Mit den sprudelnden Steuereinnahmen müssten die seit 20 Jahren ansteigenden Schulden reduziert und sinnvoll in die Zukunft investiert werden. Die Sicherung der Trinkwasserversorgung sei eine Riesenherausforderung. Ein Desaster müsse vermieden werden. Als weitere Aufgaben stehen unter vielen anderen die Förderung der frühkindlichen Bildung durch die Schaffung von Kitas und der Ausbau der Ganztagsbetreuung an der Mittelschule an.

Nöte ernst nehmen

Die CSU Nabburg ist laut Knechtel bereit, mit kompetenten, erfahrenen Kräften sowie mit jungen engagierten Mitgliedern Verantwortung zu übernehmen, um die Stadt vorwärts zu bringen. "Wir wollen die Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen", versicherte Knechtel.

"Die Situation für die Kommunen war noch nie so gut wie jetzt", leitete Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier seine Ausführungen ein. Der "Digitalpakt Schule" stelle einen Fördertopf mit fünf Milliarden Euro zur Verfügung. Bei der Abstimmung im Bundesrat am 15. März werde die Zustimmung erwartet. Das Kita-Gesetz gewähre die Bereitstellung von 5,5 Milliarden Euro. Das vergangene Jahrzehnt ist laut Holmeier von einem steten wirtschaftlichen Aufschwung geprägt gewesen. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung bringe aber eine kleine Delle.

Im Bundesverkehrswegeplan ist der Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg die höchste Dringlichkeitsstufe zugeordnet, versicherte der Parlamentarier in seinen Darlegungen. Der Bund habe festgelegt, dass der Ausbau dieser Strecke nach den Standards der Lärmvorsorge geplant werden soll. Mit den Planungen soll 2019/2020 begonnen werden. Die Fertigstellung wird zwischen 2030 und 2040 prognostiziert. Die Politik drängt aber auf einen früheren Zeitpunkt. Holmeier betonte: Das Beste werde für die Bevölkerung herausgeholt, und die Menschen werden mit ins Boot geholt. Die Grundlagenermittlung beginne, und mit den Kommunen werden Gespräche aufgenommen. Alle Bahnhöfe werden barrierefrei angelegt.

Die Umstellung der Güterzüge auf leise Räder und leise Bremsen werde bis 2022 abgeschlossen sein. Die Umrüstung auf Hybridzüge mit Dieselmotor und Batterie als alternativen Antrieb sei auch auf den Weg gebracht. Der Bundestagsabgeordnete bezog außerdem Stellung zu weiteren Themen, zum Beispiel dem Ausstieg aus Kohle und Atomkraft. Zur Sicherung der Stromversorgung - wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht - seien kleinere umweltverträgliche Erdgaskraftwerke vorgesehen. In Sachen Breitband habe Bayern die besten Projekte, unterstrich Holmeier. Das Bundesprogramm diene vorwiegend zur Beseitigung grauer Flecken.

Optimale Lösung suchen

"Die Bahn macht Lärm. Die Bahn muss unter die Erde", forderte der CSU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Hans-Georg Dobler, in seinem Redebeitrag. Nicht die billigste, sondern die optimale Lösung müsse für Nabburg kommen. Die Einbeziehung der Erschütterung durch die Bahnstrecke könne beim Lärmschutzgutachten nicht außer Acht gelassen werden, merkte ein Diskussionsteilnehmer an.

Tobias Knechtel, die Kreisvorsitzende der Frauen-Union, Marianne Forster, JU-Vorsitzender Kilian Gradl und Hans-Georg Dobler gaben Karl Holmeier abschließend eine wichtige Hausaufgabe mit nach Berlin: Er soll prüfen lassen, welche Alternativen es zur Bahnstreckenführung für Nabburg gibt.

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