07.04.2021 - 14:29 Uhr
NabburgOberpfalz

Begrüßungsgeschenk ohne Freibadsaisonkarte

Die Stadt Nabburg führt eine Übergangslösung für Corona-Zeiten ein. Zusätzliche „Nabburger Zehner“ gibt es als Ersatz für offenstehende Ansprüche aus der Familienförderung.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Die Stadt ändert vorübergehend ihre Richtlinien für die Familienförderung. Das Begrüßungsgeschenk für Neugeborene enthält keine Familiensaisonkarte für das Freibad in Perschen mehr – solange Corona keine planbar festen Öffnungszeiten zulässt.

Der Stadtrat führte eine kurze Diskussion. Denn seit Beginn der Pandemie gibt es in der Verwaltung Probleme mit der kostenlosen Freibadkarte, weil die Stadt den Eltern Leistungen verspricht, die derzeit gar nicht einlösbar sind. So mussten bereits 65 ausgestellte Gutscheine für 2019 geborene Kinder von 2020 auf 2021 geschoben werden. Für 54 im Jahr 2020 geborene Kinder gab es einen Gutschein für heuer, ohne dass konkret vorhersehbar ist, wie diese Saison verlaufen kann. Es werde angesichts von Änderungswünschen vieler Eltern immer schwieriger den Überblick zu behalten, welche Gutscheine noch wann zur Einlösung anstehen. Deshalb kam aus dem Rathaus der Vorschlag, die Gutscheine für die Geburtenjahrgänge 2019 und 2020 wertmäßig in „Nabburger Zehnern“ abzugelten. Für die Zukunft, so der Vorschlag weiter, solle die Freibadkarte ersatzlos gestrichen werden, zumal man im Moment nicht wisse, wann jemals wieder ein unbekümmerter Regelbetrieb im Freibad möglich sein wird. Mit dem verbleibenden 100-Euro-Gutschein in Form von zehn „Nabburger Zehnern“, die im Netzwerk Nabburg einzulösen sind, brauche sich die Stadt auch weiterhin mit ihrem Begrüßungsgeschenk nicht zu verstecken. In anderen Kommunen liege der Wert zwischen 15 und 90 Euro.

Weiterer Artikel aus der Stadtratssitzung

Nabburg

SPD-Stadträtin Evi Thanheiser plädierte dafür, die Gewährung der Freibadkarte nicht abzuschaffen. Schließlich setzte sich einstimmig ein Kompromiss durch, den Michael Giesl (CSU) ins Gespräch gebracht hatte: Die Karte gibt es aktuell nicht, sie wird aber nach der überwundenen Pandemie wieder eingeführt. Ein Antrag auf das Begrüßungsgeschenk braucht in Zukunft nicht mehr gestellt zu werden. Denn die Stadt nutzt bei der Vergabe die Einwohnermeldedaten.

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