03.04.2019 - 16:55 Uhr
NabburgOberpfalz

Die Beichte ein ganz besonderes Geschenk

Die Beichte ist keine Gerichtsveranstaltung, wie es vielleicht in früheren Zeiten gelegentlich den Eindruck machte. Und auch „keine peinliche Prüfung, kein Ort der Verurteilung“, so Pfarrvikar Franz Pfeffer aus Tegernheim.

Pfarrvikar Franz Pfeffer aus Tegernheim referierte beim Männereinkehrtag über das Thema „Das Sakrament der Buße und Versöhnung“. Beichten ist die „Begegnung mit der heilenden Barmherzigkeit Gottes“, ein ganz besonderes Geschenk.
von Sepp FerstlProfil

"Können Sie sich noch an Ihre erste Beichte erinnern?", fragte Pfeffer bei einem Männereinkehrtag und erzählte von seiner ersten Beichte. Vor dem Gang in den Beichtstuhl sei er sehr aufgeregt gewesen, empfand es aber dann als "kaiserliches" Erlebnis. Als Drittklässler habe er noch nicht den Vollsinn des Sakraments der Buße und Versöhnung verstanden. Es müsse eine lebenslange Aufgabe für jeden Christen sein, dieses Sakrament zu erkunden. Mit Hilfe des Bildes von Rembrandt van Rijn "Die Rückkehr des Verlorenen Sohnes" versuchte der Referent die Anwesenden an das Thema heranzuführen. Neben den drei Hauptakteuren gebe es noch zwei weitere Personen, einen neugierigen jüngeren und einen älteren mit Hut, gerührt, sehnsüchtig. "Wir schauen von außen auf das Beichtsakrament": Ursprünglich sei die Taufe das Zeichen der Umkehr und Befreiung von Schuld gewesen mit dem völligen Untertauchen im Taufbecken. In der Zeit der Christenverfolgung kam die öffentliche Buße, die im 6. Jahrhundert von der privaten Beichte (Ohrenbeichte) durch irisch/schottische Mönche abgelöst wurde. Die Versöhnung des Einzelnen mit Gott trage zur Verbesserung des Lebens bei, versöhne auch mit der Gemeinschaft. Zurück zum Bild: Der jüngere, verlorene Sohn beschreite den Weg der Beichte, gestehe seine Verfehlungen ein. Der ältere Sohn, immer brav beim Vater, jedoch neidisch und eifersüchtig, im Guten verhärtet. Der barmherzige, verzeihende Vater stehe für Gott.

"Nein danke, brauche ich nicht", sei vielerorts auf die Beichte angesprochen zu hören. Aber warum genau sei dieses Sakrament so wichtig? Die Antwort Pfeffers: Sie ist die "Begegnung mit der heilenden Barmherzigkeit Gottes". Ein ganz besonderes Geschenk nannte er die recht verstandene Buße und Beichte, schließlich die sakramentale Lossprechung.

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