In einer gemütlichen, man kann schon sagen nahezu familiären Atmosphäre, zog die Wählergemeinschaft „Nabburger Land“ einer erste Bilanz ihres noch jungen Daseins. Der Innenhof des Gasthauses Schatz in Brudersdorf mit Grillstation und einfachen Biertischen bot dazu das richtige Ambiente.
Mit dem Slogan „Mit Herz und Verstand“ ist die Wählergemeinschaft bei der letzten Kommunalwahl erstmals an die breite Öffentlichkeit getreten, um Stimmen bei den Wählern für ihr Anliegen zu gewinnen. Die westlichen Ortsteile von Nabburg fühlten ich in allen Gremien nicht oder nur schlecht vertreten. Dies sollte sich ändern. Der erste Schritt war die Gründung der Wählergemeinschaft im Dezember 2019 im Gasthaus Schatz in Brudersdorf. Dann ging es Schlag auf Schlag. Bereits zwei Wochen später folgte die Nominierung der 20 Kandidaten für den Kommunalwahlkampf 2020. Die Stimmung rund um Brudersdorf war spannungsgeladen. „Können wir es schaffen ?“ war die bange Frage. Die Wähler haben dieses Engagement mit Stimmen belohnt. Mit Ernestine Gietl, Karin Raab und Johann Kleber vertreten nun drei Stadträte die Interessen der westlichen Ortsteile. Johann Kleber wurde zudem das Amt des Dritten Bürgermeisters übertragen.
Solche Ereignisse schweißen eine Gemeinschaft zusammen, dies war in der Jahreshauptversammlung deutlich zu spüren. Als Vorsitzender der Wählergemeinschaft blickte Johann Kleber hinter die Kulissen der Arbeit im Stadtrat und sprach alle wichtigen Themen an. An vorderer Stelle stand dabei die Situation im Zweckverband zur Wasserversorgung der Brudersdorfer Gruppe. Erstmals sind mit Ernestine Gietl und Johann Kleber zwei Personen im Verbandsrat vertreten, die auch direkt von der Maßnahme betroffen sind. Im Mittelpunkt steht zwischenzeitlich die Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes. Um die, bis zum Jahresende noch geltende Förderung von 80 Prozent zu erhalten, muss der Abschnitt noch in diesem Jahr abgeschlossen und abgerechnet sein. Johann Kleber ist zuversichtlich, dass dies zu bewerkstelligen ist, zumal die Arbeiten an eine Firma vergeben wurden, die sich im Vorfeld mit reichlich Baumaterial eingedeckt hat. Auch die Bausumme liegt mit 1,7 Millionen Euro deutlich unter der Kostenberechnung.
Karin Raab setzte sich mit dem öffentlichen Personennahverkehr auseinander und machte dazu einen interessanten Vorschlag. Auf die direkte Frage, ob schon jemand aus Brudersdorf den Stadtbus oder das Baxi benutzt hat, hob sich keine Hand. Beide sind noch ihrer Meinung zu unflexibel und für die Kommune zu teuer. Ihr Vorschlag favorisiert den Rufbus, der diese Nachteile kompensiert. Weitere Themen waren Gewerbeflächen, Baugebiete oder der Bahnübergang in Nabburg. Für Johann Kleber, Ernestine Gietl und Karin Raab war es besonders wichtig, dass sie bei ihren Entscheidungen keinem Fraktionszwang unterliegen.
Zum Schluss der Jahreshauptversammlung dankte Johann Kreckl, der als Kassenwart der Wählergemeinschaft fungiert, den drei gewählten Mandatsträgern für ihre geleistete Arbeit und wünschte ihnen den notwendig Durchblick und Weitblick. Symbolisch gab er ihnen dafür jeweils ein Fernglas.
"Die Arbeit im Stadtrat ist sehr zeitaufwendig und nichts, um dabei Geld zu verdienen."





















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