11.08.2020 - 19:17 Uhr
NabburgOberpfalz

"Ergomount" in Nabburg: Mit Heben und Bewegen hoch hinaus

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

Ausgeklügelte Minikräne, Sauger und Lifter: Damit hat sich „Uplifter“ aus Unteraich einen Namen gemacht. Das Mutter-Unternehmen baut inzwischen auf eine kreative Tochter: Die „Ergomount“ in Nabburg. Sie hat einen Spezialauftrag.

Die Ideenschmiede läuft: "Uplifter"-Chef Martin Lobinger (links) hat mit der Gründung der Firma "Ergomount" den richtigen Schritt getan. Unter der Geschäftsführung von Peter Jauernig (rechts) entstehen im Nabburger Unternehmen Sonderbau-Werkzeuge und -maschinen.
von Claudia Völkl Kontakt Profil

Ausgeklügelte Minikräne, Sauger und Lifter: Damit hat sich "Uplifter" aus Unteraich einen Namen gemacht. Das Mutter-Unternehmen baut inzwischen auf eine kaum bekannte, aber kreative Tochter: Die "Ergomount" in Nabburg. Sie hat einen Spezialauftrag.

Ein paar Häuser und die Firma "Uplifter": Das Sonderbau-Unternehmen wurde vor rund 20 Jahren in dem kleinen Unteraich bei Guteneck gegründet. Inzwischen sind Geräte aus der Ideenschmiede des Marktführers in der Hebe- und Vakuumtechnik weltweit im Einsatz. Auf Baustellen sind die findigen Problemlöser ebenso gefragt wie in der Industrie. Die Ideenschmiede dafür steht in Nabburg.

Maßgeschneiderte Lösungen

Vor vier Jahren entschied sich Firmengründer Martin Lobinger dazu, die Sparten Entwicklung, Produktion und Vertrieb zu trennen. In Nabburg, direkt an der A 93 im Gebäude der früheren Bauunternehmens Mayerhofer, entstand 2016 die Firma "Ergomount GmbH". Geleitet wird sie von Geschäftsführer Peter Jauernig. Was mit einem Entwickler begann, ist auf ein 20-köpfiges Team angewachsen.

Der Markt ist da, das zeigen die Auftragsbücher. Der Produktkatalog ist gefragt: "Wir entwickeln für unsere Kunden maßgeschneiderte Speziallösungen", umreißt Peter Jauernig das Erfolgsrezept der Firma. Er nennt Beispiele: Mit einem Hebegerät können in Gewerbe- oder Wohnkomplexen schwere, großflächige Glasscheiben montiert werden, eben auch im 30. Stockwerk. Die Deutsche Bahn braucht für die Türen ihrer deutschlandweit eingesetzten ICEs und Regionalzüge Spezialgerät zur Wartung und Instandhaltung. Und da wäre noch der Wellpappe-Produzent, der zum Wechseln seiner fünf Tonnen schweren Walzen einen belastbaren "Helfer" benötigt.

Schon längst sind die Produkte über den Baustellenbereich hinausgewachsen. Der Glasworker hebt nicht nur Scheiben: Mit seinem Vakuumkreuz verlädt er auch Fässer, kommt in Fertigungsstraßen zur Großbildschirmmontage zum Einsatz. Und es geht in die Automatisierung: Hebegeräte, die selbstständig fahren können, sind gefragt. Interesse besteht beispielsweise bei Baumarktketten zur Lagerhaltung oder zum automatischen Be- und Entladen von Lastzügen.

Zeit und Geld sparen

In der Produktpalette stehen hinter Namen wie "Valla", "Crane" oder "Maeda" Hebegeräte für in- und outdoor, die Handwerk und Industrie sowohl Zeit als auch Geld sparen. "Glasbau, Fassaden und Industriemontage, Automotive, Maschinenbau, Umzüge – das sind die Felder, auf denen wir uns bewegen", so Peter Jauernig. Stolz zeigt er Bilder vom soeben fertig gestellten Grand Tower in Frankfurt. Mit dem "GW 625" – mit 625 Kilo Tragfähigkeit – wurde der komplette Turm verglast. Ein Selbstläufer ist der "UPT 250": Er transportiert bis zu 250 Kilo. Das Besondere: Das Gerät ist in zehn Einzelteile zerlegbar, kann gut transportiert und durch die engsten Aufgänge zum Einsatzort gebracht werden. Das Material kann dann von außen einschweben.

Auch sportlich fit

Nabburg

Bei "Ergomount" werden Spezialaufträge erledigt, die Produkte werden aber auch über weltweite Händlerketten und Vertriebssysteme an den Mann gebracht. Entwicklung, Konstruktion, Einkauf, Prototypenbau, Montage: "Wir brauchen immer Leute mit Knowhow", sagt Peter Jauernig. Auch um das große Thema der Zukunft umsetzen zu können: "Ergomount" möchte seine Dienstleistungen den Entwicklungsabteilungen von Unternehmen anbieten.

Info:

Hintergrund

Der Grand Tower ist ein vor kurzem fertiggestelltes Hochhaus im Europaviertel in Frankfurt am Main. Mit 180 Metern Höhe ist es Deutschlands höchstes Wohnhochhaus und löst damit das 1973 erbaute 147 Meter hohe Kölner Colonia-Haus ab. Der Turm befindet sich neben dem Einkaufszentrum Skyline-Plaza.

Wir brauchen immer Leute mit Know-how.

Peter Jauernig

Peter Jauernig

Die Scheiben im 180 Meter hohen Grand Tower in Frankfurt wurden mit dem Glaslifter aus der Oberpfalz eingesetzt.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.