15.03.2019 - 14:07 Uhr
NabburgOberpfalz

Erlaubnis für Brunnen am Dachsberg

Die Trinkwasserversorgung für die Städte Nabburg und Pfreimd kann auf neue Brunnen zählen.

von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Rund viereinhalb Jahre hat es gedauert, nun liegen die Entwürfe vor: Das Wasserschutzgebiet am Dachsberg (südöstlich von Asbach, Markt Schwarzenfeld) wird per Verordnung ausgewiesen, außerdem bekommen die Städte Nabburg, Pfreimd und der Zweckverband Pretzabrucker Gruppe die Erlaubnis, hier 750000 Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr zu fördern. Das teilte Bürgermeister Armin Schärtl dem Stadtrat am Dienstag mit. Das Schutzgebiet wird über 100 Hektar groß, die Flächen gehören der Stadt Nabburg und Privatbesitzern. In der Schutzverordnung wird festgelegt, was in den unterschiedlichen Zonen verboten ist. Nun stünden noch Gespräche mit dem Landratsamt, Stadt Pfreimd und der Pretzabrucker Gruppe an, um Einzelheiten abzustimmen, sagte Bürgermeister Schärtl.

Das Gebiet gehört zur Bodenwöhrer Senke, einem der bedeutendsten Wasservorkommen in der Oberpfalz. Die Qualität des Wassers gilt als hervorragend. Zwei Brunnen wurden hier bereits gebaut. In den vergangenen Jahren wurde getestet, ob die Brunnen Auswirkungen auf die Teichwirtschaft haben. Teichwirte hatten Einwände vorgebracht. Sie seien nicht begründet, heißt es nun in dem Entwurf der Wassererlaubnis. Geschäftsleiter Hans Sorgenfrei erläuterte, dass die Erlaubnis bis Ende des Jahres 2039 gelten wird und verlängert werden kann. Er rechnet damit, dass der endgültige Bescheid in wenigen Monaten vorliegen wird. Der Bescheid könne beklagt werden, sagte Sorgenfrei im Stadtrat. Die Stadt wird über kurz oder lang ihr komplettes Trinkwasser aus dem Gebiet beziehen. Dazu müssen eine Aufbereitungsanlage und eine Leitung gebaut werden. Die bisherigen Brunnen nahe der Autobahn werden aufgegeben. Auch Pfreimd wird Wasser aus dem Gebiet abnehmen, ebenfalls die Pretzabrucker Gruppe.

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