Das jährliche Sicherheitsgespräch im Rathaus ist ein wichtiges Feedback für die Bürgermeister im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft. Darauf verwies am Donnerstag die kommissarische Leiterin der Nabburger Polizeiinspektion, Sabine Roidl. Zusammen mit ihrem Kollegen Stefan Weinberger informierte sie die Bürgermeister Georg Köppl (Altendorf), Johann Wilhelm (Guteneck) und Armin Schärtl (Nabburg) über die Sicherheitslage und hörte sich auch Anliegen der Rathauschefs an - vom Strafzettel für Parksünder bis hin zur Wartezeit für Einsatzkräfte an der Bahnschranke.
Roidl berichtete von 1094 Straftaten im Bereich der Nabburger PI (19 mehr als 2017). 791 (68,65 Prozent) wurden geklärt. Eine 100-prozentige Aufklärungsquote gab es allerdings nur in Altendorf, wo 9 Straftaten einer einzigen, polizeibekannten Person zuzuordnen waren. "4 Taten, 2 geklärt", lautete die Bilanz für Guteneck, und auch damit waren Polizei und Bürgermeister sehr zufrieden, angesichts von rund 100 000 Besuchern, die jährlich zum Weihnachtsmarkt oder zu weiteren Großveranstaltungen im Ort pilgern. Einen Wermutstropfen gab es allerdings, auch wenn sich der erst in der Statistik von 2019 niederschlagen wird: die Einbruchsserie in Feuerwehrhaus und Sportheim, wo laut Bürgermeister Wilhelm ein Schaden von rund 15.000 Euro zu beklagen war. "Wir haben oft gute Aufgriffe über Vergleichsspuren", machte ihm Roidl Hoffnung, die Täter zu finden.
In Nabburg selbst konnten die Beamten 2018 bei 322 Straftaten mit einer Aufklärungsquote von rund 67 Prozent aufwarten. Nicht wenige Fälle von Körperverletzung (62) hängen mit einer großen Diskothek zusammen. Zu Auseinandersetzungen kommt es vor allem im Umfeld, auf dem Parkplatz. Ein Anstieg bei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ( 51 Fälle, im Vorjahr 30) erklärt die Polizei mit dem Umstand, dass ein Fall bei Ermittlungen in der Szene oft weitere Anzeigen nach sich zieht.
Auf dem Weg zu einer noch zufriedenstellenderen Bilanz setzt die Polizei aber auch auf Prävention. Roidl warnt in diesem Zusammenhang vor Anrufen von falschen Polizisten oder dem "Enkel-Trick". "Die Polizei würde nie Geld oder eine Kontonummer verlangen", stellt sie klar.
Auch was den Rückgang der Einbrüche von 11 auf 2 betrifft, will sich die Polizei nicht auf den Zufall verlassen. "Es hilft uns wirklich, wenn die Bürger verdächtige Wahrnehmungen melden, das ist oft ein Anhaltspunkt", so Polizeihauptkommissar Weinberger.













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