22.07.2019 - 16:37 Uhr
NabburgOberpfalz

Festival klingt fulminant aus

Das achte „Tonart“-Wochenende setzt Maßstäbe. Rund 6500 Besucher feiern den Sommer in der Nabburger Altstadt. Auf den vier Bühnen laden 35 Bands und Gruppen zum Verweilen, Grooven und Genießen ein.

von Gertraud Portner Kontakt Profil

"Ein funkelndes Wochenende geht zu Ende. So schön war es noch nie!" Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl drehte als Mitglied des Organisationsteams am Unteren Markt quasi das Licht beim achten "Tonart-Festival" aus. Dort trennten sich die Nachtschwärmer nur ungern von ihren Cocktails und den "Rockin River Rats", die den fulminanten Schlussakkord setzten. Kurz vor 23 Uhr rückten dann auch schon die Lkw's für den Abbau an und mit der Feiermeile war es vorbei.

Am Sonntagmorgen hatte es noch ganz anders ausgesehen. Als der Nachwuchs der Stadtkapelle Oberviechtach um 10 Uhr den Frühschoppen im Schlosshof eröffnete, waren die Tische und Bänke vom nächtlichen Regenguss gerade getrocknet. Die Regenwolke, die sich dann gegen 14 Uhr kurz aber heftig öffnete, tangierte nur den Auftritt des Kindergartens St. Angelus im Spitalhof. Die Kleinen flüchteten sich ins nahe Jugendwerk, kehrten aber bald wieder zurück. Auf den drei anderen Bühnen startete das Nachmittagsprogramm bei Sonnenschein um 15 Uhr. Bei angenehmen Temperaturen strömten die Gäste aus allen Richtungen herbei und freuten sich über das erstklassige musikalische Angebot, das für nur fünf Euro fast alle Musikrichtungen bediente. Kopfschütteln kann man da nur über Zeitgenossen, welche an den Eingangstoren eine Diskussion mit den "Ton-Wachen" bezüglich des Eintritts vom Zaun brachen. "Wir haben gegenüber dem guten Jahr 2017 einen Zuwachs von etwa fünf Prozent", berichtet Ernst Bräutigam, Sprecher des Organisationsausschusses auf Nachfrage. Er spricht von knapp 5000 zahlenden Besuchern. Dazu kommen zahlreiche Kinder und Jugendliche und natürlich die Bewohner der Altstadt, so dass man von etwa 6500 Gästen ausgehe. Besonders freut es ihn, dass es an den zwei Tagen keine Verletzungen oder Streitereien gab: "Es lief sehr friedlich ab. In unserem ländlichen Raum sind die Leute schon sehr diszipliniert."

Viele kamen natürlich primär wegen der Musik. Denn das was von den vier Bühnen durch die Straßen und Gassen der Alstadt klang, war allererste Sahne. Für viele war es schwer, eine Auswahl zu treffen. Denn egal ob Blasmusik oder Blues, Country oder Cover - es gibt keine schlechte Musik, wenn sie gut gespielt wird. Mit "High Grass" aus der Partnerstadt Horsovský Týn ging es "On the Road Again" und bei den "Rockin Pastormen" fielen bekannte Gesichter an den Instrumenten auf. Den frühen Abend läuteten "Honky Tonk Five", "Uncle Sally" und die Jugendblaskapelle Roggenstein ein. "Auswahl und Qualität waren ein guter Griff", sagt Bräutigam. Beim nächsten "Tonart" in 2021 - nächstes Jahr steht wieder der Mittelaltermarkt im städtischen Veranstaltungsprogramm - werden sich andere Bands vor dem Nabburger Publikum präsentieren dürfen. "Eventuell werden wir dann auch plastikfrei sein", meint Ernst Bräutigam im Hinblick auf die Bewirtung.

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