25.02.2021 - 14:32 Uhr
NabburgOberpfalz

Förderung gibt das Tempo für Brudersdorfer Gruppe vor

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Brudersdorfer Gruppe vergibt die Bauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt an die Firma Lorenz Bau GmbH in Miltach. Das Ausschreibungsergebnis sorgt für entspannte Gesichter bei den Verbandsräten.

Das "Pumpwerk Pfandelstraße" ist in die Jahre gekommen. Eine technische Aufwertung ist dringend erforderlich.
von Richard BraunProfil

Die Erneuerung des gesamten Leitungsnetzes des Zweckverbands Brudersdorfer Gruppe stellt die Städte Nabburg und Schnaittenbach und die Gemeinde Schmidgaden vor große Herausforderungen. Nicht minder belastend sind die Aufwendungen für die betroffenen Bürger. Ohne staatliche Förderung wäre eine solchen Maßnahme nicht denkbar. Der Zweckverband ist daher sehr bemüht, die staatlichen Fördersätze von bis zu 80 Prozent noch während der Gültigkeitsdauer bis 31. März 2021 voll auszuschöpfen. "Um in den Genuss der alten Fördersätze zu kommen, müssen wir uns strikt an den selbst auferlegten und sehr engen Zeitplan halten", verwies der Verbandsvorsitzende, Bürgermeister Frank Zeitler, auf die Dringlichkeit der Vergabe des zweiten Bauabschnittes. Die dafür notwendige planerische Vorarbeit hatte das beauftragte Ingenieur-Büro Seuss bereits erledigt und die notwendigen Anträge beim Wasserwirtschaftsamt eingereicht.

An der anschließenden Ausschreibung beteiligten sich 15 Firmen, davon gaben fünf ein Angebot ab. Das preisgünstigste und wirtschaftlichste Angebot kam von der Firma Lorenz Bau (Miltach) zum Preis von 1 699 250 Euro. Angesichts dieses Betrages stellte sich bei den Verbandsräten eine gewisse Erleichterung ein, lag doch die Kostenrechnung des Büros um 43 Prozent höher. Die Firma konnte auch den geforderten Fertigstellungstermin bis 31. Oktober 2021 zusagen. Baubeginn wird im Juni sein. Die Vergabe an die Firma Lorenz erfolgte einstimmig.

Technische Notwendigkeit

Verbandsvorsitzender Zeitler ging in seinen weiteren Ausführungen auf den veralteten Zustand der technischen Einrichtungen im Versorgungsgebiet ein. Dabei ist das "Pumphaus Pfandelstraße" das "Herz" der Wasserversorgung der Brudersdorfer Gruppe. "Wenn hier die Pumpe ausfällt, fließt kein Wasser mehr", unterstrich der Vorsitzende die Dringlichkeit einer Modernisierung der technischen Einrichtungen. Erst im Januar konnten die zwei Pumpen, die über 30 Jahre alt sind, noch einmal einer Reparatur unterzogen werden. "Die technischen Einrichtungen werden in den dritten Bauabschnitt eingebunden, der zeitnah zur Ausführung kommen soll", so das Anliegen des Vorsitzenden.

Weniger Rohrbrüche

Einen sehr detaillierten Bericht zur Finanzlage des Zweckverbandes erstattete Geschäftsführer Hans Werner von der geschäftsführenden Gemeinde Schmidgaden. Das rechnerische Ergebnis des Haushaltes für 2020 lag im Verwaltungshaushalt bei 748 999 Euro und im Vermögenshaushalt bei 1 699 250 Euro und damit deutlich unter dem Haushaltsansatz. Besonders erfreulich stellt sich die Entwicklung bei der Zahl der Rohrbrüche dar, die 2019 noch bei 17 lag und sich jetzt auf acht reduzierte, die überwiegend im Bereich Gösselsdorf und Obersteinbach auftraten. Hans Werner führte dies auf die Auswirkung des bereits erneuerten Leitungsstranges zurück. Allerdings ist ein Wasserverlust von 15,34 Prozent immer noch zu hoch. Im Vermögenshaushalt kam es durch Differenzen bei der Erstellung der Schlussabrechnung durch die Firma Pfaffinger zu erheblichen Verzögerungen bei der Abrechnung um mehrere Monate. Die vorgesehenen Einnahmen für die Schlusszahlungen der Verbesserungsbeiträge und die staatlichen Fördergelder für das Leitungsnetz entfielen im Rechnungsjahr komplett. Im Haushaltsjahr 2020 wurde ein Kredit in Höhe von 1 164 500 Euro in Anspruch genommen. Der Schuldenstand beläuft sich auf 2 536 500 Euro.

Weiterer Artikel aus dem Zweckverband Brudersdorfer Gruppe

Nabburg

Der Haushalt für 2021 hat ein Volumen von 2 683 600 Euro, das sich im Vermögens- mit 1 857 000 und im Verwaltungshaushalt mit 826 000 Euro aufgliedert. Die größten Einnahmeposten sind Fördermittel über 300 000 Euro, Verbesserungsbeiträge von 254 000 Euro und eine Kreditaufnahme von einer Million Euro. Die Verbandsräte stimmten dem Etat einstimmig zu.

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