02.08.2020 - 14:55 Uhr
NabburgOberpfalz

Von Leitungsbau geprägter Haushalt

Die Leitungssanierungen beherrschen die finanzielle Situation des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Brudersdorfer Gruppe. Der Etat 2020 dient vorrangig der Abarbeitung des ersten Bauabschnitts.

Auf den Zweckverband - hier sein Betriebsgebäude in Diepoltshof - kommen noch große Anstrengungen zu, die auch die Anschließer im Verbandsgebiet finanziell stark fordern werden.
von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Die konstituierende Sitzung des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Brudersdorfer Gruppe (wir berichteten bereits) beinhaltete auch die Beschlussfassung für den aktuellen Haushaltsplan. Die Abfinanzierung des ersten Leitungsbauabschnitts und zügig zu beginnende Planungsarbeiten für den nächsten Abschnitt stehen da im Mittelpunkt. Dem Vorbericht des Geschäftsführers Hans Werner war zu entnehmen, dass die erste Stufe der Maßnahmen mittlerweile mit den letzten Bauarbeiten in Obersteinbach abgeschlossen werden konnte. Die Schlussrechnung werde sich voraussichtlich auf 3,94 Millionen Euro belaufen, womit man weitgehend im gesteckten Kostenrahmen geblieben sei.

Zunächst werden in den kommenden Wochen die Hausanschlüsse an die jeweiligen Eigentümer, vor allem in Rottendorf und Inzendorf, verrechnet. Im Herbst stehen dann die endgültigen Kosten für die gesamte Maßnahme fest, so dass die Fördermittel beantragt und die Schlussbescheide für den Verbesserungsbeitrag kalkuliert werden können. Bis Ende 2021 kann mit 80 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss aus der Härtefallreglung gerechnet werden. Sie wird auch über 2021 hinaus fortgeführt, aber nur noch mit 70 Prozent Zuwendung und einer Deckelung.

Der Haushalt erreicht heuer ein Volumen von 3,29 Millionen Euro (2019: 4,18 Millionen). 2021 rechnet der Geschäftsführer wieder mit einem deutlichen Anstieg. Die wichtigsten Investitionen in 2020: Leitungserneuerung Abschnitt 1 (1,395 Millionen Euro), Erneuerung der Hausanschlussleitungen (280 000 Euro), Sanierung von Schächten (200 000 Euro) und Planungskosten (220 000 Euro). Aus der Kostenerstattung für private Hausanschlüsse wird mit 280 000 Euro an Einnahmen, aus Verbesserungsbeiträgen mit 450 000 Euro gerechnet. 283 000 Euro müssen der Rücklage entnommen werden. Der Schuldenstand steigt auf 2,48 Millionen Euro (Ende 2019: 1,49 Millionen Euro). In der bis 2024 geltenden Finanzplanung steht, dass angesichts der günstigen Fördersituation zwei weitere Sanierungsabschnitte (II und III) umgesetzt werden sollen. Für den ersten Abschnitt rechnet der Verband mit einer Förderung in Höhe von rund 2,0, für den zweiten mit 1,5 bis 1,6 Millionen Euro.

Artikel zur konstituierenden Sitzung des Zweckverbands

Nabburg

Nach der Haushaltsverabschiedung wurde eine Kreditaufnahme zur Zwischenfinanzierung beschlossen. Dabei geht es um 1,22 Millionen Euro. Sie werden benötigt, um die Lücke bis zum Eingang der staatlichen Förderung zu schließen.

Die Verbandsversammlung legte während der Sitzung auch fest, wer in Zukunft dem Rechnungsprüfungsausschuss angehört. Die Mitglieder sind Hans-Jürgen Flierl (Schmidgaden), Christian Pröls (Schmidgaden) und Johann Kleber (Nabburg), der den Vorsitz führt.

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