"Der Güterverkehr auf der Bahnstrecke soll mit der Elektrifizierung kräftig zunehmen", rief der frühere Umwelt-Staatssekretär Otto Zeitler bei der Bürgerversammlung in Nabburg in Erinnerung. Er sprach von gewaltigen Veränderungen, verwies auf Güterzüge mit bis zu 750 Meter Länge und unklare Zahlen: Von 80 bis 100 Güterzügen sei da die Rede, andere Prognosen würden von 200 ausgehen. "Das würde bedeuten, dass alle fünf bis zehn Minuten ein Güterzug vorbeifährt", folgerte Zeitler und zeigte sich besorgt.
"Die Lärmproblematik wird uns noch viel Hirnschmalz und Arbeit kosten", räumte Bürgermeister Armin Schärtl ein. "Da müssen wir uns von Regensburg bis Reichenbach im Vogtland zusammenschließen, um einen optimalen Lärm- und Erschütterungsschutz zu bekommen." Zweifellos brauche man hier einen Masterplan. "Wir müssen uns da auf die Hinterbeine stellen", so seine Überzeugung. Andererseits wisse die Deutsche Bahn sehr wohl, dass ohne Einbindung der Bürger gar nichts mehr geht. Eine komprimiertere Problematik wie Nabburg, wo auch noch Hochwasser und die unmittelbar Nähe zur Altstadt eine Rolle spielen, gebe es kein zweite Mal, stellte Schärtl klar und warnte gleichzeitig vor Panikmache. Noch gebe es keine belastbaren Zahlen.
"Die müssen aber doch Zahlen haben, sonst gäbe es keine Dringlichkeitsstufe für das Projekt", wandte Zeitler ein und malte ein Szenario mit Wasserwerfern wie bei "Stuttgart 21" an die Wand. Sein Vorschlag: Der Landkreis soll für diesen Bereich einen Fachmann stellen. Der Bürgermeister versprach, diese Anregung weiterzureichen und erinnerte daran, dass die Bahnpläne nicht vor 2026 aktuell werden sollen.
Keine Anmerkungen gab es dagegen in der Bürgerversammlung zur Rahmenplantrasse Bahnübergang. "Wir warten jeden Tag auf den sofort vollziehbaren Planfeststellungsbeschluss", verkündete Schärtl.













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