11.03.2020 - 15:43 Uhr
NabburgOberpfalz

Im Gebet bei den Frauen in Simbabwe

Frauen aller Konfessionen laden zum Weltgebetstag ein. Der Tag wird von vielen christlichen Kirchen gefeiert. In Nabburg steht ein Solidaritäts-Gottesdienst im Mittelpunkt.

Eine für den Weltgebetstag zusammengestellte „Frauenband“ gestaltete die Feier mit rhythmischen Liedern und Gesängen aus dem südafrikanischen Land.
von Sepp FerstlProfil

Über 12 000 Kilometer entfernt und doch zum Greifen nah waren die Frauen aus Simbabwe, die beim Weltgebetstag der Frauen im Jugendwerk in Briefen von ihrem Schicksal und den Problemen ihres Landes erzählten. Sie vermittelten trotz der schwierigen Situation eine klare Botschaft der Hoffnung und des Aufbruchs, getragen vom gemeinsamen Glauben.

Knapp 60 Frauen aus der katholischen und evangelischen Gemeinde feierten den weltweiten Solidaritäts-Gottesdienst unter dem Motto "Steh auf und geh!". Eine eigens dafür zusammengestellte "Frauenband" gestaltete die Feier mit rhythmischen Liedern und mehrstimmigen Gesängen aus dem südafrikanischen Land. Im Anschluss trafen sich die Frauen zu afrikanischen Köstlichkeiten, informierten sich über die Frauenförderung und eine geplante Entschuldungsaktion in Simbabwe.

Erklärtes Ziel der Aktion ist es, das Geld für die Förderung von Frauen- und Gesundheitsprogramme für die bedürftige Bevölkerung einzusetzen, die Schulden in Gesundheit umzuwandeln. So hat Simbabwe allein gegenüber Deutschland derzeit rund 730 Millionen Euro Schulden. Aus eigener Kraft wird das Land die Schulden kaum zurückzahlen können. Offiziell garantiert Simbabwes Verfassung die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Dennoch dominieren in Wirklichkeit, insbesondere auf dem Land, noch immer Polygamie, Zwangsheirat und vielfältige Diskriminierungen.

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