Nabburg
10.06.2019 - 15:20 Uhr

Gebühren neu ordnen

Der TV 1880 muss sich gedulden. Vor der neuen Gebührenordnung für die Nordgauhalle gibt es keine Einzelfallentscheidung des Stadtrates.

Die Tischtennis-Abteilung des TV 1880 Nabburg freut sich über Zulauf und sportlichen Erfolg. Daraus resultierend reichen ihr die Trainingsgelegenheiten in der TV-Halle nicht mehr aus, so dass sie auch die Nordgauhalle beanspruchen muss. Dafür fallen jährlich rund 1200 Euro an Nutzungsgebühren an, wovon die Sparte gerne befreit wäre. Einen darauf abzielenden Antrag stellte der Stadtrat aber zurück.

Es kam darüber zu einer kurzen Diskussion in der Sitzung. CSU-Stadtrat Josef Pürner eröffnete sie mit der Feststellung, dass er den TV-Antrag befürworte, nachdem er selber früher Tischtennis gespielt hat. Differenzierter sah es SPD-Fraktionsvorsitzende Evi Thanheiser. Sie machte darauf aufmerksam, dass die Halle auch von anderen sportlichen Gruppierungen genutzt werde. Wenn nun die Tischtennisspieler eine Befreiung erhalten, sei es zu erwarten, dass sie andere dann auch haben möchten.

Bürgermeister Armin Schärtl (SPD) gab zu verstehen, dass der Vertrag mit dem Hallenbewirtschafter Wiesenbacher im nächsten Jahr ausläuft. Dann müsse sich der Stadtrat ohnehin Gedanken machen über eine Neufestsetzung der Gebühren. Dabei gelte es zweierlei zu bedenken: Die Halle sei immer noch defizitär - sie fährt jährlich ein hohes, fünfstelliges Minus ein - und solle aber andererseits attraktiv sein für Veranstalter. Schließlich verständigte sich das Gremium, zum Antrag der TT-Abteilung jetzt keine Entscheidung zu treffen. Es solle erst einmal die kommende, neue Gebührenordnung abgewartet werden.

Auf der Tagesordnung stand auch ein Antrag der Jagdgenossenschaft Brudersdorf. Sie wünschte sich eine Kostenübernahme zum Ausbau des öffentlichen Weges vom Stöcklhof zum Ziegelstich, der sich in einem schlechten Zustand befindet. Er wird von Landwirten als Grundstückszufahrt genutzt, dient aber auch als Verbindungsweg. Auf einer Länge von rund 880 Metern soll er mit einer zehn Zentimeter starken Schotterschicht versehen werden, was insgesamt 9704 Euro kostet. 2000 Euro übernahm die Jagdgenossenschaft bereits in Form von Eigenleistungen, so dass noch 7704 Euro zu zahlen sind. Im Haushaltsentwurf sind dafür keine Mittel vorgesehen.

CSU-Stadtrat Karl Beer beantragte, den Weg heuer trotzdem auszubauen und das Geld auch noch bei der Haushaltsplanung bereitzustellen. Bei nur einer Gegenstimme von Josef Weber (SPD) wurde sein Antrag angenommen.

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