23.11.2021 - 15:29 Uhr
NabburgOberpfalz

Geeignet für ein "After-Work-Treffen" in Nabburg

Weihnachtsmärkte darf es heuer nicht geben. Ist ein kleiner vorweihnachtlicher Treffpunkt zum Glühwein Trinken zulässig? Diese Frage muss die Stadt Nabburg erst noch klären. Einen geeigneten Platz dazu hätte sie.

Der neue Platz wäre geeignet für einen vorweihnachtlichen Treff bei Glühwein. Ob das die aktuelle Corona-Lage zulässt, muss allerdings erst noch geklärt werden.
von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Vom einstigen Schandfleck zu einem kleinen Stadtplatz: Diese Aufwertung beabsichtigt die Stadt für das Gelände an der Ecke Georgenstraße/Mühlweg. Nachdem sie das Grundstück gekauft hatte, waren bereits erste Bestrebungen über den städtischen Bauhof angelaufen. Sitzbänke wurden auf der sauber hergerichteten Fläche aufgestellt, dazu kamen Anpflanzungen und vor wenigen Tagen auch ein Christbaum. Damit sollte nur ein Provisorium, keine feste Lösung geschaffen werden. Denn die Stadt möchte in den nächsten Jahren ein Gestaltungskonzept erstellen lassen und dann auch umsetzen; dazu fehlen im Moment aber die Mittel. Trotzdem sollte vorab schon mal eine Verschönerung in kleinem Stil erreicht werden. „Mit schmaler Münze“, wie es Bürgermeister Frank Zeitler formulierte. Man wolle jetzt auch nichts vorweg nehmen, denn der Umbau mit Mitteln aus der Städtebauförderung solle auf alle Fälle noch kommen.

In der letzten Stadtratssitzung sprach sich CSU-Fraktionsvorsitzender Hans-Georg Dobler für eine vorweihnachtliche Nutzung aus. Bürgermeister Zeitler berichtete dazu, dass die Stadt in dieser Hinsicht bereits aktiv war. Sie hatte sich an Vereine gewandt und gefragt, inwiefern Interesse an einer Bewirtschaftung mit Glühwein- und Imbiss-Stand bestünde. Es habe daraufhin auch zwei Zusagen gegeben, so dass sich in der Vorweihnachtszeit dort ein kleiner After-Work-Treff installieren ließe. Zwischenzeitlich ist die Verwirklichung dieser Idee allerdings ins Wanken geraten. Es würde sich zwar um keinen Weihnachtsmarkt handeln, so dass man nicht von dem neuerdings geltenden Verbot tangiert wäre. Jedoch muss das Vorhaben im Kontext mit geforderten Kontaktreduzierungen gesehen werden. Erst nach Rücksprache mit dem Landratsamt soll deshalb entschieden werden, ob zwei Buden aufgestellt und bewirtschaftet werden. Das teilte Bürgermeister Frank Zeitler am Dienstag auf Anfrage der Oberpfalz-Medien-Redaktion mit.

Platz zum Eislaufen

Das Anliegen, das Tobias Knechtel (CSU) in einer weiteren Anfrage vorbrachte, lässt sich auf alle Fälle verwirklichen: Ein Teil des Parkplatzes beim Freibad in Perschen (direkt neben der Tennisanlage) soll über den Winter geflutet und vom städtischen Bauhof als Eislaufbahn hergerichtet werden. Diese Zusage gab der Bürgermeister.

Ja zum Spital-Haushalt

Ohne große Diskussion verabschiedete der Stadtrat den Haushalt der Bürgerspitalstiftung für das Jahr 2022. Er schließt im Verwaltungsetat mit 64 800 Euro (2021: 63 100 Eur0) und im Vermögensabschnitt mit 2900 Euro (unverändert) ab und sieht dort nur die Tilgung von Krediten vor. Den aktuellen Schuldenstand bezifferte Kämmerer Thomas Bodensteiner mit rund 181 800 Euro. SPD-Sprecher Josef Weber vertrat die Auffassung, dass aufgrund der aktuellen Preissituation die gute Chance bestanden hätte, über einen verstärkten Holzeinschlag die Werterhaltungsrücklage zu verbessern. Zudem gäbe es dann auch Geld für Weihnachtsgeschenke an Bedürftige. Bürgermeister Frank Zeitler sagte dazu, dass die Waldbewirtschaftung in Absprache mit dem Forstamt erfolge; die Stadt und die Spitalstiftung beabsichtigten daher nicht, eigenmächtig Schritte einzuleiten. Zur Weihnachtszuwendung äußerte sich der Kämmerer: „Es ist ja nicht so, dass es gar nichts gibt. Wir haben wieder 1500 Euro wie 2021 vorgesehen.“

Obolus für Musikschule

Nachdem der Stadtrat vorher bereits mehrere Sparbeschlüsse gefasst hatten (wir berichteten), ging es schließlich noch um einen Zuschussantrag der Sing- und Musikschule Pfreimd. Sie hätte sich für heuer wieder einen Betrag gewünscht, nachdem 27 Kinder und Jugendliche aus dem Stadtbereich von Nabburg diese Einrichtung beanspruchen. In den zurückliegenden drei Jahren hatte sie 900 Euro (nach sechs Jahren Pause), 250 und 288 Euro bekommen. Angesichts der angespannten Finanzlage schlug die Verwaltung zunächst vor, heuer nichts zu geben. Bürgermeister Frank Zeitler (CSU) sprach sich für einen Anerkennungsbetrag in Höhe von 100 Euro aus, während Heidi Eckl (ÖDP) für eine unveränderte Auszahlung eintrat, weil die Pfreimder Schule auch Instrumente unterrichte, die in Nabburg gar nicht erlernt werden könnten. Armin Schärtl (SPD) kündigte an, den Differenzbetrag aus altem und neuem Zuschuss an die Schule zu spenden. Um Schärtls Belastung weiter zu begrenzen, so Frank Zeitler, schlug der Bürgermeister eine Zuschusspauschale von 150 Euro vor. Diesem Vorschlag folgte der Stadtrat mit 13:5 Stimmen (gegen SPD-Fraktion und Eckl).

Rampe „verstecken“

In einer früheren Sitzung war angesprochen worden, dass die große Rampe, die am westlichen Zwingerweg beim Zugang von der Schmiedgasse her gebaut wurde, störend für das Stadtbild wirke. Stadtplaner Martin Popp hat in der Zwischenzeit auf Nachfrage darauf hingewiesen, dass die Ausführung so erfolgt ist wie vom Stadtrat beschlossen. Um die Betonfläche zu kaschieren, sollen noch ein Baum und ein Klettergewächs gepflanzt werden.

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