Nabburg
07.06.2019 - 11:38 Uhr

Größerer Kindergarten nötig

Die Stadt baut voraussichtlich in Diendorf bei der Schule einen neuen Kindergarten. Der Stadtrat stellt nun förmlich den Bedarf an zusätzlichen Betreuungsplätzen fest.

Derzeit sind die beiden Kindergärten unter kirchlicher Trägerschaft voll ausgelastet. In St. Marien gibt es 81 Kindergarten- und 24 Krippenplätze, wobei elf Kinder auf der Warteliste stehen und weitere sieben in Altendorf untergebracht sind. St. Angelus hat mit 77 Kindergartenkindern auch seine Kapazität voll ausgeschöpft.

Zwischen 2013 und 2017 stiegen die Geburtenzahlen von 35 auf 70 im Jahr. 2018 erblickten 64 neue Nabburger das Licht der Welt, heuer sind es bisher 19 (Stand Mitte Mai). Unterdessen hat die katholische Kirchenverwaltung der Stadt mitgeteilt, dass sie St. Angelus binnen zwei Jahren schließen möchte, wenn die Kommune unter ihrer Regie eine neue Kindertageseinrichtung im Gebiet der Stadt baut. Eine Bedarfsermittlung ergab, dass sich in St. Marien nichts ändern soll. Für den neuen Kindergarten wären dann bis zu 125 Kindergarten- und 36 Krippenplätze geplant. Diesen Zahlen stimmte der Stadtrat einhellig zu.

In einem weiteren Beschluss erklärte sich der Stadtrat bereit, für beide aktuellen Kindergärten Kosten zu übernehmen, die für zwei zusätzliche pädagogische Ganztagskräfte für die Betreuung von Kindern mit Behinderung anfallen. Auf die Stadt kommen jährlich jeweils fünfstellige Beträge zu. Aus Datenschutzgründen wurden sie in öffentlicher Sitzung nicht genau genannt. Zu befassen hatte sich das Gremium auch mit der örtlichen Jugendförderung. Die Stadt übernimmt das neue Richtlinien-System des Landkreises, das in Abstimmung mit dem Kreisjugendring erarbeitet worden ist. In den letzten Jahren war die Jugendförderung rückläufig: Die Haushaltsansätze sanken von einst 1500 auf mittlerweile nur noch 115 Euro.

Ebenso einstimmig entschied der Stadtrat, dass eine weitere Kinderfeuerwehr als gemeindliche Einrichtung übernommen wird. Den Antrag dazu hatte die Feuerwehr Neusath gestellt. Gebilligt wurde auch ein Zuschussantrag der Faschingsgesellschaft. Für Anschaffungen während der Saison 2018/19, die zusammen 1915 Euro kosteten, erhält sie die üblichen zehn Prozent - also 192 Euro.

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