09.01.2020 - 15:51 Uhr
NabburgOberpfalz

Gründung und Nominierung in einem Zug

Vier Hochkaräter der FW-Fraktion des Landtages kommen zur Gründungsversammlung der Freien Wähler. Besonders gratulieren sie Irene Ehemann zu ihrem neuen Posten.

Mit einer ausgewogenen Liste, in der jede Altersgruppe und das ganze Stadtgebiet vertreten sind, stellen sich die Freien Wähler bei der Kommunalwahl dem Votum der Wähler. An der Spitze steht die Vorsitzende Irene Ehemann.
von Richard BraunProfil

Um bei den anstehenden Kommunalwahlen 2020 als Freie Wähler mit einer eigenen Liste antreten zu können, musste erst eine Ortsvereinigung gegründet werden. Dazu wurden bereits im Vorfeld von Irene Ehemann und Josef Fischer die Weichen gestellt.

Die gut besuchte Gründungsversammlung im Gasthaus Stern leitete der FW-Kreisvorsitzende Dieter Jäger, der zugleich auch als Landratskandidat gegen den aktuellen Amtsinhaber antritt. Dieter Jäger freute sich ganz besonders, dass er als "Geburtshelfer" für den 22. FW-Ortsverband im Landkreis fungieren durfte, der auch dem Landesverband angehört.

Erst nur vier Kandidaten auf Liste

Bis zu diesem Zeitpunkt standen nur vier stimmberechtigte Mitglieder aus Nabburg in der Mitgliederliste des FW-Landesverbandes. Die Wahl der Vorstandschaft wurde schriftlich und geheim durchgeführt. Zur ersten Vorsitzenden wurde Irene Ehemann gewählt. Ihr Stellvertreter ist Alexander Trautner und danach Markus Götz. Zum Schriftführer wurde Josef Fischer und zum Schatzmeister Albert Bruckner gewählt. Das Amt des Vorsitzenden der "Jungen Freien Wähler" hat Stephan Weber inne.

Unmittelbar an die Gründungsversammlung schloss sich die Nominierung der Kandidaten für den Stadtrat an. Ein Bürgermeisterkandidat wurde nicht aufgestellt. Irene Ehemann ging kurz auf die aktuelle Stadtpolitik ein und legte die Ziele für die nächsten Jahre fest.

Dabei ist es ihr Anliegen, dass alle bereits laufenden Maßnahmen schnellstens abgeschlossen werden. Dazu zählen der Bau eines neuen Kindergartens und die Sanierung der Mittelschule. Auch eine zügige Verwirklichung der Rahmenplantrasse mit den nötigen Lärmschutzmaßnahmen steht mit an oberster Stelle. Vergessen dürfe man auch das neue Wasserschutzgebiet nicht. "Wir haben im Stadtrat viel erreicht und müssen nicht aus einem Dornröschenschlaf geweckt werden", ist Ehemann überzeugt.

Kein Fraktionszwang

Ihr Anliegen ist es, die Meinung der Bürger sehr ernst zu nehmen. "Bei uns gibt es keinen Fraktionszwang. Als Freie Wähler darf jeder Mandatsträger auch frei entscheiden", gab sie die künftige Richtung vor. Bereits im Vorfeld wurde eine Kandidatenliste erstellt, über die in Blockabstimmung entschieden werden konnte. Zuvor erhielten alle Kandidaten die Möglichkeit, sich und ihre politischen Ziele vorzustellen. Die Nachricht von der Gründung einer neuen Ortsvereinigung in Nabburg erreichte unmittelbar nach der Wahl der Vorstandschaft die Klausurtagung der Freien Wähler im Schloss Schwarzenfeld.

Spontan machten sich Landtagsmitglied Gabi Fischer, stellvertretende Bezirksvorsitzende, MdL Susann Enders, Generalsekretärin, MdL Tobias Gotthardt, stellvertretender Vorsitzender im Europaparlament und Ferdi Eraslan, OB-Kandidat Schwandorf, auf den Weg nach Nabburg, um der neuen Gruppierung zu gratulieren und Starthilfe zu leisten.

Kandidatenliste:

1. Irene Ehemann, Industriekauffrau; 2. Albert Bruckner, Rechtspfleger; 3. Norbert Kraus, Bankkaufmann; 4. Karin Baier, Laborantin; 5. Alexander Trautner, Elektroingenieur; 6. Norbert Irlbacher, Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung; 7. Stephan Weber, Pflegekraft; 8. Christine Irlbacher, Pharm. Kaufmännische Angestellte; 9. Pius Reitinger, Facility Manager;

10. Albert Schmidbauer, Maschinenbautechniker; 11 Marie-Theres Prell, Kunsthistorikerin; 12. Birgit Plail, Handelsvertreterin; 13. Thomas Ehemann, Qualitätsprüfer; 14. Michael Rüdiger, Einkäufer; 15. Dionys Ringlstetter, Pensionär; 16. Bernhard Jambor, Maschinenbautechniker; 17. Erwin Salzl, ehemaliger Poilzeibeamter; 18. Kerstin Ehemann, Rettungssanitäterin; 19. Jürgen Gehrmann, Pensionär; 20. Markus Götz, Landschaftspfleger. Ersatz: Katja Kiener, Technische Zeichnerin.

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