14.02.2020 - 16:07 Uhr
NabburgOberpfalz

"Wir haben das Gipfelkreuz erreicht"

„Wer glücklich sein will, braucht Mut“, zitiert Rosina Pimmer ein Sprichwort. Mut wünscht die Studiendirektorin den 88 Absolventen, die sie an der Berufsschule Nabburg verabschiedet.

Oberstudiendirektor Josef Most (links) und die Nabburger Außenstellenleiterin Rosina Pimmer (rechts) zeichneten die besten Absolventen aus. Von rechts mit Urkunde: Maximilian Schwarzer, Konstantin Schatz, Hermann Feller, Michael Brabec, Nadine Schnabel, Jennifer Wintermeier, Daniela Beck und Christoph Polster.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Die Leiterin der Außenstelle des Schwandorfer Berufsschulzentrums blickte auf ihre eigene Lehrzeit zurück, als sie feststellte: "An einen erfolgreichen Abschluss erinnert man sich ein ganzes Leben lang". Oberstudiendirektor Josef Most stellte "das erfolgreiche Zusammenspiel der dualen Partner" heraus, das den Wissenstransfer von der Theorie zur Praxis gewährleiste. Schulisches Wissen werde zwar wieder vergessen, stellte der Schulleiter fest. Was aber bleibe, seien Lernstrukturen, Werte und soziale Kompetenz.

Ständige Weiterbildung

Wer sich seiner Ziele bewusst sei, könne die Weichen richtig stellen, betonte der Oberstudiendirektor. Er ermunterte die Jugendlichen zur ständigen Weiterbildung. Stichpunkt: "Berufsbildung 4.0 - den digitalen Wandel gestalten". Die Unternehmen in Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistung seien auf der Suche nach qualifizierten Fachkräfte.

"Der Landkreis bietet gute Beschäftigungsmöglichkeiten", versicherte stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl den Schulabgängern und ermunterte sie, hier zu bleiben. Die anerkannte Bildungsregion eröffne alle Chancen für einen beruflichen Aufstieg. Der Landkreis komme seiner Aufgabe als Sachaufwandsträger von 21 Schulen nach und investiere in den Bildungsbereich aktuell 12,5 Millionen Euro. Davon 4,4 Millionen Euro in das Berufsschulzentrum und eine halbe Million Euro für den Um- und Anbau der Werkstätten am Standort Nabburg.

Begehrte Absolventen

Bürgermeister Armin Schärtl bezeichnete die duale Ausbildung als Erfolgsgeschichte, "um die uns der Rest der Welt beneidet". Für den Vizepräsidenten der Handwerkskammer, Christian Läpple, seien die Absolventen "in Gesellschaft und Wirtschaft begehrt und unverzichtbar". Er hieß die Jugendlichen im Handwerk mit den Worten willkommen: "Wir sind stolz darauf, Sie in unseren Reihen zu haben". Der Mittelstand sei "eine Macht" und biete Aufstiegsmöglichkeiten.

Nun mit Perspektiven

Schülersprecherin Carolin Bierler verglich den schulischen Werdegang mit Bergsteigen. "Es war ein steiniger Weg", stellte sie mit Blick zurück fest. "Jetzt aber haben wir das Gipfelkreuz erreicht und können die Aussicht und die Perspektiven genießen". Ihr Abschlusszeugnis bekamen 23 Metallbauer, 17 Kfz-Mechatroniker, fünf Industriekaufleute, drei Kaufleute im Einzelhandel, zwei Verkäuferinnen, elf Bankkaufleute, sechs Automobilkaufleute, neun Kaufleute für Büromanagement und zwölf Kaufleute im Groß- und Außenhandel.

Die besten Absolventen der einzelnen Fachbereiche bekamen eine Auszeichnung: Nadine Schnabel (Büromanagement, Netto Marken-Discount Ponholz), Christoph Polster (Metallbauer, Bauschlosserei Seidl Falkenstein), Michael Brabec (Einzelhandel, Conrad Elektronik Wernberg-Köblitz), Jennifer Wintermeier (Groß- und Außenhandel, Niklas GmbH Roding), Konstantin Schatz (Mechatroniker, Autohaus Manz Schwarzenfeld), Maximilian Schwarzer (Automobilkaufmann, Autohaus Schwab Amberg), Hermann Feller (Bankkaufmann, Sparkasse Schwandorf) und Daniela Beck (Industriekauffrau, Gerresheimer GmbH Wackersdorf). "On the sunny side". Die Absolventen stehen auf der Sonnenseite, wie ihnen Sängerin Ariane Baur versicherte. Die Lehrerin der Naabtal-Realschule ließ sich von ihren Kollegen Johannes Doleschal (Piano) und Uli Wießnet (Drums) begleiten. Nach der Feier waren die Absolventen mit Eltern und Ausbildern zum Imbiss eingeladen.

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