Nabburg
24.08.2026 - 17:35 Uhr

Der Harmonika-Aktionstag bringt das Freilandmuseum Oberpfalz zum Klingen

Die Oberpfälzer Volksmusikfreunde haben zum vierten Mal zum Harmonika-Aktionstag ins Oberpfälzer Freilandmuseum nach Neusath eingeladen und über 100 Musikanten sind der Einladung gefolgt. Überall ist Quetschenmusi zu hören.

Egal ob Quetschen, Ziach oder Zugorgel: Gemeint ist damit immer das Gleiche - die steirische Harmonika. Dieses Instrument mit der Knopf-Tastatur stand am Sonntag im Mittelpunkt beim Harmonikatag im Oberpfälzer Freilandmuseum. Bereits am frühen Vormittag schleppten die Musikantinnen und Musikanten die Koffer und Taschen mit ihren wertvollen Instrumenten den Weg hinauf ins Freilandmuseum.

Nach den Nummernschildern an den Autos zu urteilen, kamen sie überwiegend aus der Oberpfalz und einige auch aus Nieder- und Oberbayern. Die Organisation dieses Tages lag in den bewährten Händen von Armin und Monika Weigl von den Oberpfälzer Volksmusikfreunden, die wieder alles bestens vorbereitet hatten. Gleich beim Eingang hatte das Musikhaus Wittl aus Parsberg eine lange Reihe von verschiedensten Ausführungen der Quetschen aufgebaut. Inhaber Alfred Wittl richtete den Blick der Musikanten auf das Innenleben eines solchen Instruments, das in aufwendiger Handarbeit und größter Sorgfalt gefertigt wird. Dies erklärt auch den hohen Preis, der für solch ein Instrument zu zahlen ist.

Anders als beim Akkordeon, beim dem auf Zug und Druck immer der gleiche Ton erzeugt wird, ist die steierische Harmonika ein diatonisches, wechseltöniges Handzuginstrument, bei dem beim Ziehen des Balgs ein anderer Ton als beim Drücken erzeugt wird. Gleich im Anschluss, im Denkenbauernhof, führte Monika Merl in die Griffschrift-Lehre ein, die für das Erlernen des Instruments sehr hilfreich ist.

War der Vormittag mit Ausstellungen und Workshops für die Profis und solche, die es werden wollen angefüllt, so stand der Nachmittag ganz im Zeichen der Musik. Musikanten aus der Region stellten die Vielseitigkeit des Instruments zur Schau. Eine überaus große Anzahl an Musikfreunden ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und tauchte in die Klangvielfalt ein, die überall im weitläufigen Museumsgelände geboten wurde, um sie aus nächster Nähe zu erleben.

Gespielt wurde im ganzen Museumsgelände verteilt auf die historischen Dörfer. Stubenmusiker zogen von Ort zu Ort und brachten das Museum zum Klingen. Nach dem Denkenbauernhof ging es in den Matzhof, wo „Die Pauker“ zünftig aufspielten. Im Kolberbeckhof wurde gleich an vier Stellen musiziert, ebenso in der Rauberweihermühle. Zu einer gemütlichen Einkehr lud dann das Wirtshaus Unterbürg ein. Hier hatte die Erzbergmuse aus Amberg ihre Instrumente ausgepackt und unterhielt die Gäste mit bester Volksmusik.

Über den Schallerhof und die Scheune Brennberg ging es dann hinauf in den Köstlerwenzel, wo „S‘Gmiat“ zum Verweilen und Zuhören einlud. Alle die Musikantinnen und Musikanten aufzuzählen, die an den verschiedenen Orten musizierten, würde den Rahmen sprengen. Das herrliche Wetter, das an diesem Tag die Musikanten und die Besucher verwöhnte, tat das seinige, um den Harmonikatag zu einem unvergesslichen Ereignis werden zu lassen.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Armin Pösl

das Musikhaus Wittl kommt aus Parsberg und nicht Parkstein

26.08.2026
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.