22.05.2018 - 11:42 Uhr
NabburgOberpfalz

Martin Scharf mit Benefiz-Ausstellung Hommage an die Heimatstadt

"Andere machen Fotos im Urlaub, ich male Aquarelle", sagt Martin Scharf. Wieder (mal) "daheim" zeigt und verkauft er diese nun in einer Benefizausstellung im Schmidt-Haus zu Gunsten der Bürgerspitalstiftung.

Im Schmidt-Haus zeigt Martin Scharf (stehend Vierter von rechts) von ihm stammende Kunstwerke aus dem Nachlass seiner Eltern. Der Verkauf kommt der Bürgerspitalstiftung zu Gute. Bilder: aub (2)
von Autor AUBProfil

"Meine Vita ist schnell erzählt", zitiert Christa Haubelt-Schlosser in ihrer Laudatio den Künstler: "Martin Scharf, geboren 1967 in Nabburg, 1985 bis 1989 Studium an der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg: Fachrichtung Kommunikationsdesign, Schwerpunkt Illustration. Seit 1989 freier Illustrator und Grafik-Designer in München ... Punkt." All die Jahre ließ er die Verbindung zur Heimatstadt nicht abreißen, in der sein Vater Rudolf von 1987 bis zu dessen völlig unerwartetem Tod 1995 als Bürgermeister amtierte. Für Gertraud Scharf fortan sicher bedeutender als zuvor, dass ihr der auswärts studierende und arbeitende Sohn wenigstens mit seinen "bildlichen Reisesouvenirs" malerisch nahe war. So wuchs die Sammlung über 30 Jahre hinweg an, und das nicht nur im Elternhaus anlässlich häufiger Besuche bei der Mutter - bis auch sie 2016 verstarb.

"Es wäre sicher auch zur Freude unserer stets kunst- und kulturinteressierten Eltern gewesen", befand Ingeborg Scharf, eine von Martins Schwestern und Initiatorin der Ausstellung, wenn nun der Verkaufserlös dieser Bilder der Bürgerspitalstiftung in Nabburg zufließt. Damit solle der Stadt und den Bürgern etwas von dem zurückgeben werden, was zuletzt Gertraud Scharf und zuvor ihrem Mann an Wertschätzung und Verbundenheit im Laufe ihres Lebens zu Teil wurde.

Das große Engagement seines Vorvorgängers hatte zuvor auch schon Bürgermeister Armin Schärtl gewürdigt. Rudolf Scharf habe ihn parteipolitisch geprägt, ein Nabburg-Aquarell seines Sohnes Martin schmückt seit Amtsantritt sein Arbeitszimmer im Rathaus. Umso mehr unterstütze er diese Ausstellungsidee und freue sich, wenn ein kreativer Sohn der Stadt dieser durch seine Aquarelle in Erinnerung bleibt.

Viele der zeitlosen mediterranen "Ansichten" stammen noch aus Schüler- oder Studententagen des Künstlers, teils verbunden mit persönlichen Exkursionserinnerungen unter Leitung heute legendärer Lehrkräfte. Damals führten die Reisen nach Italien, Griechenland, Frankreich, Spanien, Ägypten oder Südafrika. Wer sie (heute noch einmal) bildlich nachvollziehen, mit eigenen Erlebnissen verknüpfen oder für einen guten Zweck erwerben nehmen möchte, hat noch bis 24. Juni Gelegenheit dazu.

Geöffnet ist die Verkaufsausstellung jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr.

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