Nabburg
15.07.2018 - 17:24 Uhr

IG Metall ruft zu Warnstreik auf

Vor den Werkstoren von EMZ findet ein Warnstreik statt. Es beteiligen sich rund 180 Mitarbeiter des Nabburger Unternehmens und einige Mitarbeiter anderer Betriebe.

Warnstreik bei EMZ Hanauer am Ende der vergangenen Woche: EMZ-Betriebsratsvorsitzender Georg Bauer und Udo Fechtner, der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Amberg (von rechts). Dobler
Warnstreik bei EMZ Hanauer am Ende der vergangenen Woche: EMZ-Betriebsratsvorsitzender Georg Bauer und Udo Fechtner, der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Amberg (von rechts).

(td) Der Streik steht in Zusammenhang mit derzeit laufenden Gesprächen zwischen EMZ und Vertretern der Gewerkschaft und der Tarifkommission zum Thema Arbeitszeit. Es beteiligen sich rund 180 Mitarbeiter des Nabburger Unternehmens und einige Mitarbeiter anderer Betriebe.

Udo Fechtner, der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Amberg, sprach vor der Belegschaft, die sich auf dem Parkplatz vor dem Firmengebäude versammelt hatte. Er sagte, dass die Geschäftsführung von EMZ Hanauer im April 2018 den Beschäftigten mitgeteilt habe, dass sie bereits im Oktober 2017 aus dem Arbeitgeberverband der bayerischen Metall- und Elektroindustrie ausgetreten sei und keine Tarifbindung mehr bestehe. Deswegen führe die IG Metall Amberg Tarifverhandlungen mit EMZ Hanauer mit dem Ziel, die Tarifbindung wieder herzustellen.

Dass die Beschäftigten nicht mehr 35, sondern 38,5 Stunden pro Woche zum gleichen Lohn arbeiten sollen, wie die EMZ-Spitze vorgeschlagen habe, empfindet Fechtner als "unverfroren". Er rechnete es hoch: "Das bedeutet, ihr sollt ein Monat im Jahr umsonst arbeiten." Am 26. Juni gehen die Verhandlungen weiter. In einer Pressemitteilung hat die Firma zwischenzeitlich mitgeteilt, man glaube, das Thema durch "moderat längere Arbeitszeiten, wie sie in anderen Branchen üblich sind", einvernehmlich lösen zu können.

"Wir haben gute Aufträge und können durch mehr Arbeitszeit unsere Kostenposition auch an den deutschen Standorten in den Griff bekommen. So können wir unsere Arbeitsplätze hier erhalten", schrieb Geschäftsführer Thomas Hanauer.


 
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