11.11.2019 - 16:37 Uhr
NabburgOberpfalz

„Innere“ Suche nach der eigenen Inspiration

Eine „selection“ eigener Werke zu treffen, kommt für manche Künstler einer „Retrospektive“ gleich. Für Gené Neurieder aber war es vielmehr Inspiration zu neuer Kreativität – und einer Ausstellung im Schmidt-Haus.

Die Künstlerin Gené Neurieder mit Bürgermeister Armin Schärtl und Museumsleiterin Christa Haubelt-Schlosser.
von Autor AUBProfil
Gené Neurieder (rechts) vor einem ihrer Werke.

Eine "selection" eigener Werke zu treffen, kommt für manche Künstler einer "Retrospektive" gleich. Für Gené Neurieder aber war es vielmehr Inspiration zu neuer Kreativität - und einer Ausstellung im Schmidt-Haus.

Visuell kommt es einem exemplarischen "Album" von 30 Exponaten aus sieben Jahren Schaffenskraft gleich, die die in Regensburg geborene, aber nun in Beratzhausen lebende Künstlerin dieses Mal mit nach Nabburg brachte. Hier ist sie ein gern gesehener Gast, wie Bürgermeister Armin Schärtl hervorhob. Seit ihrem ersten Besuch vor fünf Jahren weiß Gené Neurieder nach eigenem Bekunden das für Ausstellungen perfekte Ambiente des Museums im Schmidt-Haus, die professionelle Organisation und die "familiäre" Atmosphäre der Kunst-Szene vor Ort zu schätzen.

Die Liste an Organisationen, in denen sich die Künstlerin engagiert, ist ebenso speziell, wie jene an namhaften Lehrern - von Hans Lindner bis zum rumänischen Bildhauer Professor Alexandru Passat - die vor fast 20 begannen, ihr Talent zu fördern. Christa Haubelt-Schlosser beschrieb in ihrer Laudatio zum künstlerischen Werdegang auch einige namhafte Einrichtungen der Oberpfalz, in denen Neurieders Werke etabliert sind.

Mit "selection" unternahm die Künstlerin nun selbst eine detaillierte "innere" Suche nach der eigenen Inspiration, dem Wesen ihrer Kreativität. "Mit dem fotografischen Objektiv dringt sie in ihren künstlerischen Makrokosmos vor. Es sind sorgsam erlesene Ausschnitte aus ihren malerischen Schöpfungen, gezoomte Mikrokosmen, die zu eigenständigen, neuen Bildwerken werden. Gené Neurieder extrahiert aus dem Gesamten nicht auf den ersten Blick wahrnehmbare Arrangements. Im Grunde ist sie ihrem Handwerk auf der Spur", fasste die Laudatorin zusammen, um auf eines der markantesten neuen Resultate hinzuweisen: Offsetlithografie als experimentell digitale Reproduktion. Über gebürstetem Untergrund scheinen die transparenten Farbnuancen nun fast schwebend, formen sich spielerisch leicht ebenso zufällige wie vermeintlich erkennbare Strukturen. Man steht einer sinnlichen, beinahe übersinnlichen Dimension gegenüber.

Diese immer neue Welt aber bleibt den Unbeweglichen verschlossen, sondern eröffnet sich nur jenem Betrachter, der bereit ist, den Blickwinkel selbst aktiv zu ändern. Und so fasste Christa Haubelt-Schlosser zusammen: "Alle Exponate stehen für die vielseitige Wandelbarkeit ihrer Urheberin, die nicht müde wird, gestalterische Möglichkeiten, Techniken und Kompositionsprinzipien auszuloten. Stilistisch gesehen bewegt sie sich in der aktuellen Kollektion zwischen impressionistisch malerisch, expressiv bis konstruktiv ungegenständlich."

Öffnungszeiten:

Die Ausstellung mit Werken von GenéNeurieder im Museum im Schmidt-Haus ist bis 22. Dezember sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

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