Die Freiwillige Feuerwehr Brudersdorf hatte bei der Besprechung zur Jahresbeschaffung im Sommer 2020 einen Antrag auf An- und Umbau des Feuerwehrhauses in Diepoltshof gestellt. Sie bezog sich dabei auf den Kreisbrandrat, der den aktuellen baulichen Zustand bei einer Begehung bemängelt hatte. Außerdem dürften gemäß der neuen technischen Regel für Gefahrstoffe keine Umkleiden mehr in Abstellbereichen von Dieselfahrzeugen untergebracht sein. Diese Vorschrift könnte nur außer Kraft gesetzt werden, wenn eine Abgasabsauganlage im Bereich der Stellplätze eingebaut würde. Dafür gibt es jedoch nicht genügend Platz in der ohnehin engen Fahrzeughalle.
Anbau mit Folgewirkungen
Über den Stand der Planungen informierte Bauamtsleiter Thomas Prey nun den Stadtrat. Vorgesehen sind demnach der Anbau einer neuen Fahrzeughalle ans bestehende Gebäude sowie ein Umbau der bestehenden Räumlichkeiten. In diesem Zug soll die ohnehin erneuerungsbedürftige Heizung, die derzeit im Flur steht, in einen gesonderten Raum verlegt werden. Außerdem hat das Gebäude lediglich eine einzige Toilette. Deshalb sollen auch die Sanitäranlagen erneuert und in der alten Fahrzeughalle untergebracht werden. Der Rest der alten Halle wird dann weiterhin als Umkleideraum genutzt. Im Anbau sollen zwei Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge entstehen. Die grob geschätzten Kosten belaufen sich voraussichtlich auf etwa 150 000 Euro. Als sicher gilt eine staatliche Förderung in Höhe von pauschal 28 875 Euro, die sich auch noch verdoppeln könnte.
Zusätzlich ist es notwendig, die Außenanlagen umzufunktionieren. Es sollen neue Pkw-Stellplätze auf dem Vorplatz des Gerätehauses errichtet werden, was wiederum eine Konsequenz nach sich zieht: Die derzeit direkt am Feuerwehrhaus vorbeilaufende Gemeindeverbindungsstraße Brudersdorf-Diepoltshof muss auf einer Länge von etwa 60 bis 70 Metern nach Süden verlegt werden. Diese Maßnahme ist erforderlich, weil durch den Anbau einige der bisherigen Parkplätze für die Feuerwehrleute wegfallen und es nicht zulässig ist, dass alarmierte Einsatzkräfte auf ihrem Weg von den Pkw-Stellplätzen aus zum Feuerwehrhaus eine öffentliche Straße überqueren müssen. Die voraussichtlichen Kosten für die Umlegung der Gemeindeverbindungsstraße sowie für den Umbau des Vorplatzes bezifferte Prey mit rund 130 000 Euro.
Feuerwehr hilft mit
Die Freiwillige Feuerwehr Brudersdorf möchte so viele Arbeiten wie möglich in Eigenleistung erbringen, sowohl bei der Planung als auch bei der Bauausführung, die noch heuer erfolgen soll. Das wurde in kurzen Redebeiträgen während der Sitzung bekräftigt.
Der Stadtrat beschloss, die beschriebene An- und Umbaumaßnahme in die Wege zu leiten. Der Beschluss kam einstimmig zustande, nachdem die SPD-Fraktion vorher Zweifel an der Höhe der notwendigen Kosten geäußert hatte.





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