24.09.2020 - 13:54 Uhr
NabburgOberpfalz

Jugendarbeit und Integration im Blick

Die Interessen verschiedener Bevölkerungsgruppen werden in Nabburg durch ehrenamtliche Beauftragte wahrgenommen. In lockerer Runde stellen sie ihre Sicht der Dinge dem Stadtrat vor.

Bürgermeister Frank Zeitler gab den ehrenamtlichen Beauftragten der Stadt Nabburg Gelegenheit ihre Vorstellungen dem Stadtrat zu unterbreiten. Es sind dies von links: Inklusionsbeauftragte Kerstin Ehemann, Jugendbeauftragte Heidi Eckl, Familienbeauftragte Ines Renner und Integrationsbeauftragte Dagmar Lihring.
von Richard BraunProfil

Bürgermeister Frank Zeitler (CSU) hat extra Spitalkirche gewählt, um den neuen Beauftragten der Stadt die Möglichkeit zu geben, ihre Vorstellungen dem Stadtrat unterbreiten zu können. Im Rahmen einer Stadtratssitzung wäre dies zu kurz gekommen.

Stadträtin Heidi Eckl (ÖDP) füllt seit zehn Jahren das Amt der Jugendbeaufragten aus. In dieser Zeit konnte sie vieles in die Wege leiten und den jungen Leuten die Möglichkeit eröffnen, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Ihr neuestes Projekt ist der Bau eines Skaterparcours, den sie mit Unterstützung des Stadtrates verwirklichen will. Ein besonderes Anliegen ist es Heidi Eckl, jungen Migranten die Möglichkeit zu bieten, sich in die Gemeinschaft einzufinden.

Sprachkennntnisse wichtig

Die Anliegen der ausländischen Mitbürger hat Dagmar Lihring als Integrationsbeauftragte zur ihren eigenen gemacht. In diese Bevölkerungsgruppe sind auch EU-Bürger eingeschlossen. Bei der Suche nach einer Wohnung, eines Arbeitsplatzes oder bei Behördengängen bietet die juristisch ausgebildete Integrationsbeauftragte ihre Hilfe an. Dabei legt sie großen Wert auf das Erlernen der deutschen Sprache bei ihren Schützlingen. Ihr größter Wunsch ist es, dass Geflüchtete als Menschen gesehen werden, eben nur mit anderer Kultur und Denkweise.

Die Wünsche und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung sind für Kerstin Ehemann als Inklusionsbeauftragte ein besonderes Anliegen. Ausdrücklich meidet sie das Wort Behinderte, weil dadurch Inklusion nur auf diese Bevölkerungsschicht zugeschnitten werde. Sie wünscht sich, dass bei Vorhaben der Stadt auf behindertengerechtes Vorgehen geachtet wird. "Inklusion kann nur gelingen, wenn alle mitmachen", lautet ihr Credo.

Seniorenbeauftragter fehlt

Die Belange der Familien hat sich Ines Renner auf die Fahne geschrieben. Als Mutter von zwei Kindern legt sie den Schwerpunkt auf Krippe, Kindergarten und Schule. Mobbing und Schlägereien unter Kinder und Jugendlichen will sie soweit wie möglich verhindern. Ihr Anliegen ist es, den Schulweg sicherer zu machen.

Als einzige Bevölkerungsgruppe haben die Senioren noch keinen Beauftragten in der Stadt. Hier werden dringend engagierte Bewerber gesucht, die ihr Interesse bei der Stadtverwaltung bekunden können.

Interview mit der Behindertenbeauftragten Kerstin Ehemann

Nabburg
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