Es war ein überaus gelungener Start: Mit notenreichem Schwung spielte sich die Jugendblaskapelle am Samstag in das Jahr 2026 und in die Herzen der annähernd 700 Gäste. Die über 90 Musikerinnen und Musiker boten mit ihren Dirigenten Markus Ferstl, Marion Schärtl und Christoph Altmann Bläsermusik vom Feinsten und begeisterten laut einer Pressemitteilung der Jugendblaskapelle weit über zwei Stunden lang in der Nordgauhalle mit hinreißenden Melodien.
Mit der Komposition „Omens of Love“ von Hirotaka Izumi setzte das Orchester gleich zum Start Akzente der gehobenen Unterhaltungsmusik. Mit Elementen aus Pop- und Rockmusik und dem Einsatz einer großen Palette an Schlaginstrumenten gelang es, das Publikum zu gewinnen. "Während des nächsten Stücks", so Moderatorin Nadine Plößl, "könnte gleich weiter geträumt werden, wie wohl eine ideale Gesellschaft aussehen könnte". Das Stück „Utopia“ von Jacob de Haan nimmt Bezug auf das gleichnamige Buch von Thomas More aus dem Jahr 1516. Unter der souveränen Stabführung vom Dirigenten Markus Ferstl erzeugte die Komposition von verschiedenen Stilarten eine Atmosphäre von Filmmusik.
Eine Herausforderung an die Instrumentalisten stellte Bert Appermonts „Rapunzel“, eine Märchen-Tondichtung in vier Sätzen voller Phantasie, Drama und Abenteuer. Den erklärenden Text nach der Erzählung der Gebrüder Grimm steuerte eine „Märchen-Oma“ in ihrem gemütlichen Schaukelstuhl bei. Leidenschaftlich interpretierte die Kapelle “MacArthur Park“ von Jimmy Webb. Der ungewöhnliche, vielschichtig aufgebaute Popsong beinhaltete vor allem instrumentale Ecken und Kanten. Der Konzertmarsch „Theotrichus“, Komponist Lukas Bruckmeyer, versuchte musikalisch die Geschichte des Dorfes Dietershausen aufzuarbeiten.
Nachwuchs mit Musical-Melodien
Den „Großen“ nacheifernd gab das Nachwuchsorchester unter Leitung von Christoph Altmann bei „Bohemian Rapsody“ Einblick in sein Können. Gelungen umgesetzt wurde auch „West Side Story“, von Leonard Bernstein mit weltbekannten, eingängigen Musical-Melodien. Bei der geforderten Zugabe spielte das kleine Ensemble gekonnt „Soul Man“.
Schwungvoll und gut gelaunt startete das Konzertorchester mit „Pochod Textilaku“. Das Werk von Karol Padivy ist auch als „Marsch der Textilarbeiter“ bekannt. Im Anschluss bewegten sich die Instrumentalisten dann wieder klanglich in eine ganz andere Richtung. Die emotionale Ballade „Atlas“ wurde von der Rockband Coldplay für den Film „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ geschrieben.
"Speedy Gonzales" reißt mit
Filmmusik in der Folge auch bei „The Ludlows“ dirigiert von Marion Schärtl. Die Geschichte aus dem Film „Legenden der Leidenschaft“ handelt von einer Familie in der Wildnis Montanas im frühen 20. Jahrhundert. Im Mittelpunkt die tragische Beziehung dreier Brüder, welche dieselbe Frau lieben, aber dennoch loyal zueinander sind. Mitreißend dann „Speedy Gonzales“, die bekannt schnellste Maus von Mexiko.
Ein Potpourri aus Pop- und Soulmusik erklang bei „A Tribute to Amy Winehouse“. Es umfasste fast alle Songs, durch die Amy Winehouse Kultstatus erreichte und die sie unvergesslich machten. Das Besondere dabei: Fast alle Veröffentlichungen erzählen tragische Geschichten ihres exzessiven Lebens. Die Polka „Ferdinand“ handelt von einer Musikerfamilie, bei der es harmonischer zuging als bei Amy Winehouse. Johannes Gerchening komponierte sie zu Ehren seines Vaters Ferdinand.















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