01.07.2020 - 11:32 Uhr
NabburgOberpfalz

Jungstörche in der Region Schwandorf entwickeln sich prächtig

Drei Jungtiere aus Perschen sind bereits flügge. Die Störche auf der Nabburger Friedhofskirche lassen sich etwas mehr Zeit.

Die Störche in ihrem Nest auf dem Turm der Perschener Kirche erkunden die Umgebung. Von oben haben sie alles im Blick.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Zwei Mal drei kleine Störche haben die beiden Paare auf den Türmen der Perschener St.-Peter-und-Paul- sowie der Nabburger St.-Georgs-Kirche in diesem Jahr bekommen. Für Storchenbetreuer Karl Beer ist es eine besondere Freude zu sehen, dass sich die Jungtiere prächtig entwickeln. "Die in Perschen fliegen schon und suchen zusammen mit den Alten Nahrung auf den Feldern", berichtet er. Das Elternpaar war in diesem Jahr besonders früh dran. Bereits Ende Februar hat es sich auf der Perschener Kirche gemütlich gemacht.

Zwei Wochen später

Die Nabburger Jungstörche dagegen lassen sich noch ein wenig Zeit flügge zu werden. "Die sind ungefähr zwei Wochen später dran", weiß Beer. Während die klimatischen Veränderungen manchen Tierarten auf lange Sicht zum Verhängnis werden könnten, scheinen die Störche gerade von der trockeneren Umgebung zu profitieren. Als es nämlich vor ein paar Jahren einmal fast zwei Wochen durchgeregnet hatte, verendeten sowohl die Jungtiere in Nabburg als auch in Perschen. "Wenn sie länger nicht mehr trocken werden, dann werden die Tiere krank", sagt Beer.

So war es im Vorjahr um die Störche im Landkreis bestellt

Nabburg

In diesem Jahr scheint es den Storchenfamilien aber an nichts zu fehlen. Laut Beer finden sie ausreichend Nahrung. Was nicht viele wissen dürften: Störche passen die Zahl ihrer Jungtiere an die Umweltbedingungen an, die sie vorfinden. Beer: "Je nachdem brüten sie mal mehr und mal weniger aus." Als es früher noch kein Paar in Perschen gegeben hatte, haben die Störche in Nabburg Beer zufolge sogar einmal vier Jungtiere großgezogen, weil ihnen so ein größeres Gebiet zur Nahrungssuche zur Verfügung stand. Das haben nur die Störche in Altendorf einmal übertroffen. Als vor ein paar Jahren die Bedingungen besonders günstig waren, haben sie sogar fünffachen Nachwuchs bekommen.

Keine Angsthasen

Karl Beer erzählt zudem, dass die Störche alles andere als Angsthasen sind. Keine Spur von Menschenscheu. "Am Sonntag hat ein Landwirt die Wiese zwischen Anger und Autobahn gemäht. Es hat keine fünf Minuten gedauert, bis der Storch da war und sich nach Nahrung umgeschaut hat." Dabei kämen die Tiere manchmal so nah an die Traktoren und Schlepper auf dem Feld heran, dass der Fahrzeugführer beim Wenden aufpassen muss, damit er keinen Storch überfährt.

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