Der Covid-19-Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer, der in Großbritannien bereits zugelassen ist, steht kurz davor, dass er auch in Deutschland verabreicht werden darf. Seine behördliche Zulassung soll in wenigen Tagen kommen. Umso wichtiger ist es, dass die landesweit eingerichteten, regionalen Impfzentren einsatzfähig sind. Für deren Aufbau waren die Kreisverwaltungsbehörden zuständig. Schwandorf meldet Vollzug: Landrat Thomas Ebeling erbat am Montag den kirchlichen Segen für das Impfzentrum des Landkreises Schwandorf, das im ehemaligen Kreiskrankenhaus in Nabburg entstand.
"Aufgrund der aktuellen Pandemieentwicklung in Bayern wurde die Veranstaltung im engsten Kreis sowie unter Beachtung der geltenden Hygieneauflagen durchgeführt", heißt es dazu in einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt. "Zwar drängte die Zeit, doch alle Beteiligten waren sich um die Bedeutung des Projektes bewusst und brachten sich mit großem Engagement ein, um den Termin zu halten," sagte der Landrat demnach. In diesem Zusammenhang habe er die hervorragende Zusammenarbeit der zuständigen Verwaltungsmitarbeiter im Landratsamt, des BRK-Kreisverbands Schwandorf als Eigentümer der Räumlichkeiten sowie des medizinischen Dienstleisters "B-A-D GmbH", vertreten durch Hannes Herbst und Dr. Moritz Maenner, hervorgehoben. Zudem dankte er dem Nabburger Bürgermeister Frank Zeitler für die Unterstützung und dem Allgemeinarzt Dr. Stefan Gilliar, der die medizinische Koordination des Impfzentrums übernimmt.
Dem Landrat war es nach Angaben seines Sprechers ein großes Anliegen, das Impfzentrum im Rahmen einer kirchlichen Segnung seiner Bestimmung zu überführen. Er freute sich über die Anwesenheit der evangelischen Seelsorgerin Heidi Gentzwein aus Schwarzenfeld sowie des Nabburger Stadtpfarrers Hannes Lorenz, welche der Einladung folgten, um die Einrichtung zu segnen und in ihre Gebete einzuschließen.
Das Impfzentrum des Landkreises Schwandorf ist im ehemaligen Kreiskrankenhaus in Nabburg untergebracht, welches inzwischen dem BRK-Kreisverband gehört. Bereits kurz nach der offiziellen Zulassung des Impfstoffes durch die Europäische Arzneimittelbehörde soll das Serum an die regionalen Impfzentren ausgeliefert werden. Gemäß einer ersten Empfehlung der Ständigen Impfkommission sowie des Deutschen Ethikrats sollen zuerst Bewohner von Pflegeheimen und Senioren ab 80 Jahren sowie medizinisches Pflegepersonal die Covid-19-Impfung erhalten.
Zur allgemeinen Information rund um den Impfstoff will die Bundesregierung eine eigens angelegte Aufklärungskampagne starten. Nach der Bereitstellung des Impfstoffes können im Nabburger Impfzentrum Termine für die vulnerablen Personengruppen vereinbart werden. Die Terminvereinbarung werde sowohl online als auch telefonisch möglich sein, teilte das Landratsamt mit. Nabburg ist eines von insgesamt elf Impfzentren in der Oberpfalz.

















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