29.11.2019 - 16:42 Uhr
NabburgOberpfalz

Kleine Truppe kommt groß raus

Der wohl kleinste Verein Nabburgs kommt bei der Bürgerversammlung groß raus: „NabburgTheater“ erhält den Kulturpreis der Stadt. Auch verdiente Ehrenamtliche werden ausgezeichnet.

Der Verein "NabburgTheater" um Cosima Wittenzellner (Dritte von links) erhielt den Kulturpreis der Stadt Nabburg bei der Bürgerversammlung aus den Händen von Bürgermeister Armin Schärtl (links). Mit einer Ehrengabe wurden Elisabeth Zitzmann (Vierte von rechts) und Stefan Kurz (Sechster von links) ausgezeichnet, einen Preis als "Sportler des Jahres" erhielt Markus Raab (Zweiter von rechts).
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Seit zehn Jahren belebt NabburgTheater die Kulturlandschaft in der Stadt. „Ohne große finanzielle Unterstützung“, wie Bürgermeister Armin Schärtl am Donnerstag bei der Bürgerversammlung in der Nordgauhalle betonte. Die Truppe um Vorsitzende Cosima Wittenzellner begeistere das Publikum immer wieder mit anspruchsvollen, nicht alltäglichen Stücken. „Sie holen junge, talentierte Leute auf die Bühne“, sagte Schärtl, „und bieten tolles Theater ohne große Requisiten, dafür mit sehr guten Schauspielern.“

Mit kleinen Finanzen

In diesem Jahr zeigte das Ensemble bei „Wir sind die Neuen“ und „The King’s Speech“ sein Können. Der Stadtrat habe deshalb entschieden, NabburgTheater in diesem Jahr den Kulturpreis zu verleihen, sagte Schärtl.

„Mit 16 Leuten sind wir wohl der kleinste Verein in Nabburg“, sagte Cosima Wittenzellner, die abwechselnd mit Gerald Igl bei vielen Stücken Regie übernimmt. „Wir bleiben bei unserer Linie, mit kleinen Finanzen etwas auf die Beine zu stellen.“ Sie dankte der Stadt für den Preis, und nahm in auch stellvertretend für die „vielen Helfer und Unterstützer“ entgegen, die „NabburgTheater“ nicht nur bei den Aufführungen zur Seite stehen. Sie kündigte an, dass das Stück „Die Sekretärinnen“ auf vielfachen Wunsch im März noch einmal im Zehentstadel gezeigt werde.

„Sportler des Jahres“

Die Auszeichnung von verdienten Bürgern mit einer Ehrengabe während der Bürgerversammlung hat ebenfalls Tradition. Schärtl hatte diesmal eine Überraschung im Köcher: Quasi „inoffiziell“ übergab er Markus Raab eine Auszeichnung als „Sportler des Jahres“. Raab bewältigte beim Landkreislauf alle zehn Etappen im Alleingang, war also 55 Kilometer am Stück unterwegs.

Die Ehrengabe der Stadt ging in diesem Jahr an vier Bürger. Elisabeth Zitzmann aus Neusath ist seit Jahrzehnten in der Führung des Obst- und Gartenbauvereins engagiert, hat Wettbewerbe für Kinder und unzählige weitere Aktionen organisiert. „Ein bisschen ,Mädchen für Alles‘, wenn ich das sagen darf“, meine Schärtl. Außerdem kümmert sich Zitzmann um die Ortskapelle und ist bei den Schlossschützen aktiv.

Die Musik steht im Mittelpunkt des ehrenamtlichen Einsatzes von Stefan Kurz. Die Jugendblaskapelle Nabburg könne stets auf ihn zählen, sagte Bürgermeister Schärtl in seiner Laudatio. Seit 1990 ist Kurz dabei, war lange Zeit Mitgliedersprecher und sei auch sonst immer da, wenn jemand gebraucht wird. Sowohl bei der Organisation des Mittelaltermarkts als auch des Tonart-Festivals sei Kurz ein wertvoller Unterstützer.

Damen unterrepräsentiert

Hermann Hösl und Hubert Schreiner, beide von der Feuerschützengesellschaft Nabburg nominiert, werden ihre Auszeichnungen im Form eines Zinntellers und einer Urkunde später erhalten, sie waren am Donnerstagabend entschuldigt.

Schärtl zeigte sich erfreut, dass mit Elisabeth Zitzmann diesmal wieder eine Frau unter den Ausgezeichneten war. Sie seien sonst bei der Verleihung der „Ehrengabe“ deutlich unterrepräsentiert, „obwohl wir alle wissen, wie viele Frauen wertvolle Arbeit in den Vereinen leisten“. Er forderte die Vereine und Institutionen auf, bei ihren Nominierungen die Damen nicht zu vergessen.

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