26.12.2019 - 16:30 Uhr
NabburgOberpfalz

Von Krabblern und Gemälderesten

In der Umschlag-Farbe „geerdet“ und auch hinsichtlich der Themen stets der „Heimat Nabburg“ verbunden. So präsentiert sich das 39. Heft der Forum-Schriftreihe.

Von vielen Passanten oftmals unbeachtet - die Deckenmalerei-Reste in der Durchfahrt des Mähntores, die Wolfgang Neiser in seinem Aufsatz beschreibt.
von Autor AUBProfil

In der Umschlag-Farbe "geerdet" und auch hinsichtlich der Themen stets der "Heimat Nabburg" verbunden. So präsentiert sich das 39. Heft der Forum-Schriftreihe.

Als Hubert Fleischmann vor einigen Wochen im Zehentstadel den Bundesverdienstorden verliehen bekam, war die aktuelle Ausgabe der "Heimat Nabburg" gerade im Druck. Welches große Engagement seinerseits aber in Bezug auf das Museum mit der besonderen Auszeichnung gewürdigt wurde, schildert im neuen Heft ein Rückblick auf "25 Jahre Bayerisches Informationszentrum für Ameisenkunde". An dessen Aufbau und dauerhafter Etablierung in Nabburg hatte er maßgeblichen Anteil. Darin enthalten sind auch grundlegende und spannende Fakten über die kleinen Krabbler sowie ein Exkursionsbericht des Makro-Fotografen Dieter Bretz zu einem Ameisenhügel im hiesigen Stadtwald.

Auch in den drei Folge-Beiträgen geht es um bodenständige Erkenntnisse: Kurt Engelhardt schließt seine 2018 begonnene Betrachtung auf Trefnitz aus archäologischer Sicht ab und Ernst Thomann fasst in aller Kürze das Wichtigste zu Wetzrillen bzw. -näpfchen an Nabburger Kirchen sowie Schmuck aus slawischen Frauengräbern zusammen.

Seit mehreren Jahren schon recherchierte Hans Bäumler penibel für seine Oberpfalz-Dokumentation. In einem Extrakt daraus skizziert er nun "Nabburg zur Zeit des Konfliktes zwischen Friedrich dem Schönen und Ludwig dem Bayern", bevor anschließend mit Karl-Peter Rauschert - zumindest archivalisch - "Die Schweden kommen".

Aus eigener Anschauung hingegen lässt sich der Beitrag von Wolfgang Neiser nachvollziehen. Er lädt uns ein, beim Passieren der Mähntor-Durchfahrt den Blick nach oben zu werfen und so im Gewölbe "ein kaum bekanntes Deckengemälde aus dem 18. Jahrhundert" zu betrachten, bevor deren letzte Reste gänzlich verschwinden.

Aus luftiger Perspektive hat einst Eugen Felle Nabburg gezeichnet - und dies gleich zweimal. Dazu gibt es noch weitere reizvolle Stadtansichten des legendären Illustrators aus Isny, dessen 150. Geburtstag heuer mit dem der Postkarte zusammenfiel, wie Stadtheimatpfleger Raphael Haubelt zu berichten weiß. Zum Schluss schmökerte Karl-Peter Rauschert in den Seiten des historischen "Wochenblattes".

Die "Heimat Nabburg" 2019 bietet dagegen ganz aktuellen Lesestoff. Sie ist erhältlich im Schreibwarenhandel und den beiden städtischen Museen zum Preis von 9,50 Euro.

Den 39. Band der Heimat Nabburg-Schriftreihe des Forums zieren unter anderem zwei Ameisen, Bezug nehmend auf einen der spannenden Artikel.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.