Nabburg
09.07.2018 - 15:45 Uhr

Mit kreativen Ideen ans Werk

Die Welt der Kunst braucht "Freaks" - echte Künstler. Das Johann-Andreas-Schmeller Gymnasium hat sie und ist mit faszinierenden Schülerarbeiten "bei Karl" im Schmidt-Haus zu Gast.

Schulische Arbeiten aus der Kunsterziehung des Gymnasiums sind im Schmidt-Haus zu sehen. Bild: aub
Schulische Arbeiten aus der Kunsterziehung des Gymnasiums sind im Schmidt-Haus zu sehen.

"Jemand, der sich in übertrieben erscheinender Weise für etwas begeistert", so umschreibt der Duden jene "ausgeflippten, abnormalen Personen", oder anglisiert "Freaks". Sie "brennen" für ihre Sache, ihre kreative Idee - genauso wie die beiden Kunsterzieher Christian Sylla und Nicolas Confais für ihr Ausstellungskonzept: Welcher Ort wäre wohl geeigneter, über 80 dementsprechend ausgewählte schulische Arbeiten aller Jahrgänge erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren als die einstige Lebenswelt jenes Mannes, der selbst das Kunstschaffen zu seiner Passion erklärte - Karl Schmidt-Wolfratshausen.

So galt der Dank des Schulleiters Christian Schwab bei der Vernissage beiden Initiatoren, aber auch Museumsleiterin Christa Haubelt-Schlosser für deren unterstützendes Engagement. Die Kuratoren ihrerseits würdigten zudem die ihnen eingeräumte Möglichkeit, die Sonder- teilweise in die Dauerausstellung zu integrieren. Für die Besucher entfalten sich dadurch in verschiedenen Räumen bezogen auf Thema und Technik überraschend reizvolle Aspekte.

Die "neuen" Elemente kommunizieren, harmonieren oder kontrastieren mit den Museumsexponaten, wie die mediale Projektion von Kurzfilmen auf Schmidts malerischer Ansicht Salzburgs zeigt. Am deutlichsten wird dieses Experimentelle durch die Platzierung der Bilder von Hanna Schleicher und Nina Schwender. Die künstlerischen Ambitionen beider Abiturientinnen verdienten bei der Laudatio höchste Anerkennung. Über den Unterricht hinaus erarbeiteten sich die Schülerinnen über Jahre hinweg ein äußerst beeindruckendes Qualitätslevel. Während Nina im ersten Stockwerk mit ihren privaten, gefühlsbetonten, aber auch teils bewusst verstörenden Arbeiten zusammen mit kleinen Serien das historische Interieur "belebt", zeigt Hanna ihr Talent im Atelier. Hier stehen sich so zwei Bildwelten gegenüber: Die von diversen Stilrichtungen geprägte klassische Art Schmidts und von feinem Gespür für Trends inspirierte Motive, modern, jugendlich - oder eben einfach: "freaky".

Die Ausstellung ist noch am Sonntag, 15. und 22. Juli, jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Gruppen können sie auch nach vorheriger Vereinbarung besuchen.


Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.